Projektinformationen Über die Datenbank Liste der Inschriften Chronologie
 
237 Texte
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  'Gest hystoriale' of the Destruction of Troy zweite Hälfte des 14. Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition The "Gest hystoriale" of the destruction of Troy: an alliterative romance tr. from Guido de Colonna's "Hystoria troiana." Ed. George Panton and David Donaldson, London: EETS o.s. 39, 56, N. Trübner & Co. 1869-1874.
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Mittelenglisch
   Entstehungszeit zweite Hälfte des 14. Jhd.
946 Verse 2394-2400 Der Apfel der Discordia bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat As þai sate in hor solas samyn at a fest,
An appull of a new shap, þat neuer man hade sene,
Coyntly by crafte was cast hom amonge.
Hit was made of a mater meruell to shew,
With grete letturs of Grece grauyn þere vmbe.
To rede it by reson rankes might se,
That the fairest of þo fele shull þat fe haue:
 
 1614 Discordias Apfel bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie
   5010 Inschrift auf dem Apfel bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache Griechisch, alt (bis 1453)
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  1. Ekloge, Nemesianus, Marcus Aurelius Olympius 2. Hälfte 3. Jahrhundert bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Hirtengedichte aus spätrömischer und karolingischer Zeit. Hrsg. u. übers. v. Dietmar Korzeniewski. (Texte zur Forschung 26) Darmstadt 1976.
   Textart Sonstiges
   Sprache Latein
   Entstehungszeit 2. Hälfte 3. Jahrhundert
897 V. 23-29 Tityrus fortert Timetas auf, zu Ehren des (toten) Meliböus ein Lied auf der Flöte zu spielen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat TIM. Et parere decet iussis et grata iubentur.
namque fuit dignus senior, quem carmine Phoebus,
Pan calamis, fidibus Linus aut Oeagrius Orpheus
concinerent totque acta viri laudesque sonarent.
sed quia tu nostrae laudem deposcis avenae,
accipe quae super haec cerasus, quam cernis ad amnem,
continet, inciso servans mea carmina libro.


TIM. Deinem Geheiß zu gehorchen ist Pflicht, und du heißest Willkommnes.
Denn es verdiente der Greis, daß im Lied ihn Apollon, zur Flöte
Pan ihn besängen, zur Leier Linos und Oiagros' Nachfahr
Orpheus und vielfach die ruhmvollen Taten des Mannes erklängen.
Da du jedoch von meiner Flöte den Preisgesang forderst,
höre, was dazu der Kirschbaum bringt, den du siehst bei dem Flusse,
der meine Lieder, eingeritzt in die Rinde, bewahrt hat.
 
 1567 Kirschbaum bearbeiten
 
   Material Holz
   Kategorie Baum
   4367 Inschrift auf Kirschbaum bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung eingeritzt/eingehauen/eingeschnitten
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  2. Ekloge, Moduin 804-810 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Hirtengedichte aus spätrömischer und karolingischer Zeit. Hrsg. u. übers. v. Dietmar Korzeniewski. (Texte zur Forschung 26) Darmstadt 1976.
   Textart Sonstiges
   Sprache Latein
   Entstehungszeit 804-810
898 V. 53-68 Nectylus lobt den glücklichen Mikon und den Frieden bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat sub qua auisque iacet crispanti in cortice lectum est
arbore (et hoc fas est divina falce notatum
credere) »Pax terris pacem fert« arbuta et omne
conclamant nemus, it vastus fragor, undique »pacem«
convocat: »Arma procul fulgete hinc seva« resultat.
M. Nectyle, vera refert, satis est rumore colendum
hoc opus auratis dignumque referre cicutis.
scripta Sophocleo cum sint memoranda coturno
digna magis, mecum comitabere, Musa, canendo.
hinc breviter votis pariter modulamur opimis,
gnare puer, viridi que in cortice pressa leguntur
carmina, fagus adhuc quas servat celasque rimas.
non solitus pastor gelida recubare sub umbra
rusticus aut errans descripserat ista viator,
sed divina manus titulo haec occulta notavit.
annuit aeternam terris per secula pacem.

Gleich unter welchem Baum man auch liegt, auf korriger Rinde
liest man – und dies ist von göttlichem Messer, so darf man wohl glauben
eingeritzt: »Pax bringt Frieden der Welt!« Der Wald und die Sträucher
rufen zugleich, es geht ein gewaltiges Dröhnen, und »Frieden!«
ruft man, und »Grausame Waffen, blitzet woanders!« hallt's wider.
M. Nektylus, Wahres berichtet die Inschrift; man soll sie mit Beifall
ehren; verdient sie doch, daß man auf goldener Flöte sie vorträgt.
Da ich die Worte, die eher mit Sophokles' Größe vergleichbar,
jetzt muß selbst hier verkünden, begleite mich, Muse, beim Singen!
So wollen gleich mit gedeihlichen Wünschen gemeinsam wir singen,
kundiger Jüngling, die Lieder, zu lesen in grünende Rinde
eingeritzt; jetzt noch bewahrt die ragende Buche die Kerben.
Nicht hat ein Hirt, der in kühlem Schatten zu ruhen gewohnt ist,
oder ein Bauer, der wandernd des Wegs kam, dieses geschrieben,
sondern die Hand eines Gottes hat dieses Geheimnis gezeichnet.
Dieser gewährt der Welt durch Jahrhunderte ewigen Frieden.
 
 1568 Rinde eines Baumes bearbeiten
 
   Material Holz
   Kategorie Baum
   4369 Inschrift auf Baumrinde bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung eingeritzt/eingehauen/eingeschnitten
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat Pax terris pacem fert

(Pax bringt Frieden der Welt!)
  Alexander, Ulrich von Etzenbach um 1285 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Ulrich von Etzenbach: Alexander, hg. von Wendelin Toischer (Bibliothek des literarischen Vereins in Stuttgart, Bd. 138), Tübingen 1888.
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Mittelhochdeutsch
   Entstehungszeit um 1285
67 V. 17015-17052 Beschreibung des Grabs des persischen Königs Darius bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Nû was dem keiser sîn reht getân.
dô dacte man über den tôten man
von rîcher kost und über daz grap
einen stein, der vil schoenheit gap,
dâ was nâch meisterlîchen siten
des keisers bilde în gesniten,
des houbt eine krône truoc
rîch und kostbaere gnuoc,
dar ûz der karfunkel schein
gar lieht und manic edel stein.
in den orten allen vieren
sach man daz grap ouch zieren
verwieret dar in gar reine
grôz edel gesteine.
alumbe in ein liehtez glas
schône der sarc gesigelt was,
durch daz man volleclîche
kôs al daz werc rîche
und gar gescheidenlîche sach
ein epitaphium, daz sô verjach
'sus sagen dise buochstabe.
hie lît versigelt in disem grabe
Darîus ist er genant
ein künic, dem dienten alle lant,
der ouch des rîches krône truoc.
sîn eigen volc den fürsten sluoc.
in sol befriden vor helle nôt
gar sîn unverdienter tôt
und sîn menlich triuwe,
die ie was an im niuwe
und brâhte die an sîn ende
ân alle missewende.
rehter tugende er ie gert,
des ist er vor den goten wert,
von der art er was geborn;
der edle fürste ûz erkorn,
des treit er in ir trône
mit in der êren crône.'
 
 736 (vermutlich) vorher erwähnte Grabtafel bearbeiten
 
   Material Stein
   Kategorie Architekturelement
   536 Epitaph an König Darius Grab bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat 'sus sagen dise buochstabe:
hie lît versigelt in disem grabe
Darîus ist er genant
ein künic, dem dienten alle lant,
der ouch des rîches krône truoc.
sîn eigen volc den fürsten sluoc.
in sol befriden vor helle nôt
gar sîn unverdienter tôt
und sîn menlich triuwe,
die ie was an im niuwe
und brâhte die an sîn ende
ân alle missewende.
rehter tugende er ie gert,
des ist er vor den goten wert,
von der art er was geborn;
der edle fürste ûz erkorn,
des treit er in ir trône
mit in der êren crône.'
68 V. 19786-19805 Candaulus trägt einen Schild, auf dem Bild und Sinnspruch seiner Minnedame zu sehen sind bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat der küniginne bilde
an dem schilt entworfen was,
irn namen man in dem rande las
von golde dar in erhaben;
von meisterlîchen buochstaben
dar nâch moht man lesen mêr
(des sich der fürste dûhte hêr)
'hêrre, mîn friunt und lieber man,
du solt gedenken dar an
daz man durch wîp wesen sol
hôchgemuot, daz zimet wol,
frô und hübsch ze allen zîten,
menlich in strîte rîten:
dar umbe sollen werde wîp
prîsen werdes vriundes lîp
und imz wol erbieten,
mit minne vröiden nieten.
welch ritter des kan gedenken,
den lât sîn herze niht wenken
von menlîchem prîse‘.
 
 737 Schild des Candaulus bearbeiten
 
   Material Metall
   Kategorie Waffe
   537 Inschrift auf Schild bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Gold
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat 'hêrre, mîn friunt und lieber man,
du solt gedenken dar an
daz man durch wîp wesen sol
hôchgemuot, daz zimet wol,
frô und hübsch ze allen zîten,
menlich in strîte rîten:
dar umbe sollen werde wîp
prîsen werdes vriundes lîp
und imz wol erbieten,
mit minne vröiden nieten.
welch ritter des kan gedenken,
den lât sîn herze niht wenken
von menlîchem prîse‘.
69 V. 27164-27185 Alexander lässt seine Taten an dem zu Ehren von Ptolemäus errichteten Tempel anbringen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat in Alexandrîe vil schône
hiez er ein bethûs machen
und ein grap von tiuren sachen
dem vürsten ze êren,
grôz rîcheit dar an kêren.
alle vürsten und alle lant,
die im ze dienste wârn benant,
die hiez der hêrre mâlen dar.
von rôtem golde lieht gevar
sînen namen und sîne tât
und waz er wunders begangen hât
volleclîch man daz dâ sach
(des sîn epitafium verjach),
von golde und von gesteine
daz grap geziert gar reine,
der sarcstein und die wende
mit meisterlîcher hende
wol geworht und zuo brâht:
nie kein mensche des erdâht,
daz er mohte ein solichez grap
erziugen. die koste gerne gap
Tholomêus, der in niht bevilt.
 
 738 Gemälde am Tempel des Ptolemäus bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Architekturelement
   697 Inschrift mit Namen und Taten Alexanders bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Gold
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
736 V. 4863-4876 Alexander kommt an den Baum, in den Paris seine Liebe zu Oenone eingerizt hat bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Alexander aber sach
ein papelboum im sô verjach,
dar an er geschriben las
ein dinc, daz vor geschehen was,
ê Trôjâ wart zestœret.
geruochet ir sô hœret.
dâ was ein brunne,
ich wæne ouch dâ ein bach runne,
der des brunnen vluz enphienc,
wan er in daz wazzer gienc.
des wazzers vluz der ist tief.
Paris ein juncvrowen dâ beslief,
(Oeônês die clâre hiez)
die er durch Elenam sint liez.
 
 783 Pappel bearbeiten
 
   Material Holz
   Kategorie Baum
   631 Inschrift auf Pappel bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung eingeritzt/eingehauen/eingeschnitten
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
737 V. 4891-4904 Kurzer Hinweis auf den Apfel der Discordia bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Discordia was dâ heime bliben.
von der ein apfel wart geschriben.
dô sie in der ouwe sâzen,
die gotinne, unde âzen,
Discordia des gedâhte
den apfel sie dar brâhte
unsehende sie den ûf den tisch warf.
niht vil ich dâ von sagen darf:
Ovîdius der geprîset
der rede iuch baz bewîset.
guldîn der apfel was,
dar an man geschriben las,
daz daz wunneclîche golt
under in die schœnste haben solt.
 
 782 Apfel der Discordia bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie
   630 Inschrift auf dem Apfel der Discordia bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Gold
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  Alexander, Seifrit um 1350 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Seifrit: Alexander, aus der Straßburger Handschrift, hg. von Paul Gereke (Deutsche Texte des Mittelalters, Bd. 36), Berlin 1932.
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Mittelhochdeutsch
   Entstehungszeit um 1350
99 V. 1835-1848 Goldene Gravur auf der Leiste an der Mitra des Hohenpriesters bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat do der chunig die schar so prait
sach var im sten in weyssem chlaid
und die priester alsandt
in irm pheleim gewant
und denn pischolff fur in
in dem guldein gewant sein
(ein yniffel er auf dem haubt trueg,
dar an lag edler stain genueg:
vorn an der stiern sein
do was ain leisten guldein,
do was eingegraben
mit guldein puechstaben
Gottes nam der fron
Tetragrammaton.)
 
 708 Leiste an edelsteingeschmückter Mitra bearbeiten
 
   Material Metall
   Kategorie Bekleidung
   515 Inschrift auf goldener Leiste bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Gold
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache Hebräisch, alt
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
101 V. 1931-1944 Alexander bekommt von dem Hohenpriester aus dem Buch "Daniel" im Tempel Salomons vorgelesen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat der pischolff hies im tragen
Daniels puech des weissagen.
do man im das gelas,
do stund darin geschriben das,
das ainer chem von Chriechen dar,
dem wurden allew reich gar
mit gewalt undertan,
der uber wundt die Persian.
das het er vor der czeit fur war
geweissag dritthalbhundert jar.
der chunig, frewt sich der mer;
er gedacht das es von im wer
die selb red geweyssagt,
das die geschrift alles sagt.
 
 709 Buch Daniel bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Buch
   668 Weissagung im Buch Daniel bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung mit Flüssigkeit aufgetragen/geschrieben/gemalt
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
100 V. 8865-8879 Epitaph am oberen Ende der steinernen Grabplatte Alexanders bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat dar nach man das grab bedakcht
mit ainem edlen stain,
der was gepoliert rain.
oben an des staines drum
was ein ephitaphium
auf dem stain erhaben
mit guldein puechstaben:
'Hye leit Allexander,
der gross chaiser und herr,
der gar gewaltiklich
betwungen hat alle reich.
der lebt auf der erden furwar
nit mer wann zway und dreysig jar
und starb zu Babiloni
in dem menedt decembri.‘
 
 710 (Edel-?)Steinerne Grabplatte bearbeiten
 
   Material Edelstein
   Kategorie Grab
   516 Inschrift auf Alexanders Grab bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Gold
   Anbringung mit Flüssigkeit aufgetragen/geschrieben/gemalt
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat 'Hye leit Allexander,
der gross chaiser und herr,
der gar gewaltiklich
betwungen hat alle reich.
der lebt auf der erden furwar
nit mer wann zway und dreysig jar
und starb zu Babiloni
in dem menedt decembri.‘
  Alexander, Rudolf von Ems, 1200-1254 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Edition Rudolf von Ems: Alexander. Ein höfischer Roman des 13. Jahrhunderts, hg. v. Victor Junk. (= Bibliothek des literarischen Vereins in Stuttgart, Bd. 272) In 2 Bänden, Darmstadt 1970 (unv. Nachdr. Leipzig 1928).
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Mittelhochdeutsch
   Entstehungszeit
1067 V. 10401-10408 Alexander liest die Inschrift über seine Herkunft und fällt auf die Knie bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat mir hât ervröut mînen sin
daz ich nû weiz wer ich bin:
diz lant sol von rehte sîn
nâch veterlîchem erbe mîn.“
sus viel er vür den stein alhie,
die schrift er balde zuo zim vie,
er kuste sî, mit vröude er las
daz dar an geschriben was.
 
 1852 Kostbarer Stein bearbeiten
 
   Material Stein
   Kategorie
   6913 Inschrift auf Stein bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
1066 V. 410-416 Das Schicksal des Nectanabus wird auf einen Stein geschrieben bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat dô macheten sie sâ zehant
einen stein vil wol erhabn
und hiezen dran mit buochstabn
schrîben wie ez komen was,
dar an man die gehügede las
des künges und ouch solde lesn
wie ez dar nâch solde wesn.
 
 1851 Kostbarer Stein bearbeiten
 
   Material Stein
   Kategorie
   6912 Inschrift auf Stein bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich wiedergegeben]
1069 V. 579-623 Nectanabus zeigt Olympias eine Elfenbeintafel und sagt ihr die Zukunft voraus bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat dô zôch er ûz dem buosem sîn
ein wol gemachet tevellîn
ze guoter mâze kleine
von wîzem helfenbeine
gar schône gezieret,
daz wol gemûsieret
von silber und von golde was,
dar an er kunstlîche las
wie die sternen umbe gânt
und waz sie natûre hânt
und wie der himel umbe gât
und umbe gândiu zeichen hât.

Sus was diu himelspêre
mit wîslîcher lêre
von meisterlîchen buochstaben
an daz tevellîn ergrabn.
drîe kreize stuonden dran,
dar an vant der wîse man
hôher meisterschaft genuoc.
der êrste zwelf zeichen truoc,
diu die zwelfvalten vernunst
truogen an der selben kunst.
ouch truoc die figûre
der rehten natûre
der lûne und ouch der sunnen gar
der ander kreiz. ouch zeicte dar
der dritte siben sternen
an den man solde lernen
menschlîcher saelde spehe.
die vant man an der sternen jehe
mit wârheit al gemeine,
dâ bî vier edle steine
die der siben sternen kraft
erzeicten und der meisterschaft,
die menschlîcher wîsheit
sint ze huot ûf geleit
und wie ir leben sol ergân
und der lîp ein ende hân.
diu zeichen stuonden dran geschribn,
diu den louf umbe tribn
in den Got elliu leben schreip
und natûrende umbe treip.

An dirre tavel nam dô war
diu vrouwe daz er alsô gar
was an listen vollekom.
 
 1854 Elfenbeintafel bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Tafel
   6915 Tafel mit astronomisch-astrologischer Notation bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik Sonstiges / nicht feststellbar
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich wiedergegeben]
1068 V. 9722-9728 Tetragramm auf der Kopfbedeckung des Bischofs bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat ob dem wîzen gewande
truoc er ein infel sidîn
diu gap von steinen liehten schîn,
von guldînen buochstabn
was in êbrêisch dran gegrabn
Tetragramaton, der name
Gots der vil lobesame.
 
 1853 Kopfbedeckung bearbeiten
 
   Material Stoff
   Kategorie Bekleidung
   6914 [Tetragramm] bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache Hebräisch, alt
   Zitat [Tetragramm]
  Alexanderchronik des Meister Babiloth, Meister Babiloth Anfang 15. Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Sigmund Herzog: Die Alexanderchronik des Meister Babiloth. Ein Beitrag zur Geschichte des Alexanderromans. Stuttgart 1897 [Bd 1] und 1903 [Bd 2].
   Textart Roman (Prosa)
   Sprache Frühneuhochdeutsch
   Entstehungszeit Anfang 15. Jhd.
442 Bd. 1, S. 34 Ehrensäule für Nectanabus bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Stuttgarter Handschrift:

Nach der antwurt des gottes die von Egipten machten ein kunigkliche sewll zu eren irem konig Nectanabo vnd schriben vnden an die sewll die rede ires gottes zu einer gedechtnuß iren nachkomenden.

Dresdner Handschrift:

Noch der ant[Zeilensprung] wort ires gotis Seraphis machte den von egipthin eine konigliche sewle zu erin ires koniges Nectanabi vnd schrebin an dy Seyle dy wort ires gotes zu eyme gedechnisse iren nochkomelingen.
 
 538 Ehrensäule bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Architekturelement
   969 Inschrift auf Ehrensäule bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
443 Bd. 1, S. 35f. Elfenbeintafel für Astrologische Aussagen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Stuttgarter Handschrift:

Nach dem nam Nectanabus vß seiner schoß ain taffeln von Ere vnd von helffenbain vnd von Gold vnd von silber gemacht, darinnen stunden dreyen zirckel vnd kraiß. der erste krayß behielt zwelff verstenndikait, in dem andern zirckell stund die Sunn vnd der mon. Darnach tett er vff ain vaß von helffenpain, Daruß nam er siben schon plonetten, mit den konnd er sagen, Wartzu ein mensch wurd geboren, vnd hette dartzu vier stain, die waren ergraben vnd gehortten zu den siben sternen; vnd die waren zu der bewarung der lewt.

Dresdner Handschrift:

Dornoch nam nectanabus aus seiner schous von helffinbeyn ein taffel von golde vnd von silber gemacht. Dorinne stunden III zyrgkel vnd kreyß. Der erste kreyß behylt XII vorstendygkeit. In dem andern zyrgkel stund dy sonne vnd der monde. In dem dryttin zyrgkl stunden dy sterne. Dornoch tat her auff ein faß helfinbein. Dorauß nam her VII schone planethin mit den kunde [Zeilenbruch] her sagen, wurzu ein menchse geborin sulde werden vnd hathe dorzu auch IV steine, dy worin auß gegrabin vnd gehortin zu dem gestyrne.
 
 1469 Tafel mit astronomisch-astrologischer Notation bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Tafel
445 Bd. 2, S. 10 "Tetragramathon" auf der Kopfbedeckung des "Bischoffs" der Juden bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Stuttgarter Handschrift:

Vnd da Allexander kom vnd sach als vil lewtte vnd sach, das sie all waren weyss vnd das die briester hetten Stol mit edelem gewant vnd der bischoff vonn jacincten vnd von gold, vff dem hawbte hetter ainen Ornat, da was vff ein stuck goldes, daruff stund geschrieben gotez nam Tetragramathon.

Dresdner Handschrift:

Do allexander quam vnd sach alzo vil leuthe, vnd das sy alle weys warin gecleyt vnd daz dy prister anhattin stolen vnd edel weyß gewenth vnd der bischoff hatte von Jazingten vnd von golde vnnd auf dem hewpte hat her ein ornath, do was ein stugke goldes auff vnd auf dem stunt gotis namen [...].
 
 540 Kopfbedeckung mit Tetragramm bearbeiten
 
   Material Stoff
   Kategorie Bekleidung
   235 [Tetragramm] bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Tetragramm]
444 Bd. 2, S. 8 Alexander kommt zur Ehrensäule des Nectanabus bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Stuttgarter Handschrift:

Do die von Egippten vernomen, das Allexander kom, da giengen sie im entgegen vnd gaben sich in seinen gewalt vnd furtten in frolich in Egippten. Do vand er eins kuniges sewll von einem swartzen stein. Da sprach er: wes ist die sewll. Die von Egippten sprachen: dy sewl ist kunigk Nectanaby von Egippten. Vnd da Allexander das hörte, Er sprach: Nectanabus was mein vater. Vnd da er das gesprach, da sprang er von dem rosse vnd fiele an die sewlle vnd kusset sie vnd laße die geschrifft, die da stünd geschriben vndten an der swll fueß.

Dresdner Handschrift:

Da dy von Egyppthen vornomen, das allexander quam, Do gingen sy ohm entkegen vnd goben sich in seine gewalt vnd furthen ohn erlichen in Egipten Do vant her do eyns koniges seüle von einem swartzin steine. Do sprach her: wes ist dy sewle. Dy von egiptin sprachen: Dy sewlw ist des koniges nectanabus. Do sprach allexander: nectanabus was mein vater. Vnnd do her das gesprach, do sprangk her von dem rosse vnnd fyl vmb dy sewle vnd koste sy vnd laß dy schrifft, dy an der sewlin stund.
 
 539 Ehrensäule bearbeiten
 
   Material Stein
   Kategorie Architekturelement
   970 Inschrift auf Ehrensäule bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  Alexanderroman, Der Pfaffe Lamprecht Mitte 12. Jh. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Der Pfaffe Lambrecht: Alexanderroman. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch, hg., übers. u. komm. von Elisabeth Lienert, Stuttgart 2007.
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Mittelhochdeutsch
   Entstehungszeit Mitte 12. Jh.
1 V. 3094/3546-3115/3567 Alexanders Männer graben einen Schausarg König Evilmerodachs aus bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Alsih mich versinnen kan,
dâ grûben grebere sîne man,
dâ si zô den stunden
inne genûc vonden
guldîner nepphe,
die ie verborgen heten,
di ê dâre wâren.
Ouh funden si zwâren
einen sarc glesen.
An den bûchen hân ih gelesen,
er wêre sô scône und sô clâr
(daz sult ir wizzen vor wâr),
daz man dar durh wol gesach
einen tôten, der dar inne lach.
Si besâhen vil garwe
sîn hâr und sîne varwe
unde wî er getân was.
Der sarc was grûne alse ein gras.
Des selbin tôten mannis name
was gegraben dar ane:
Er hîz Evilmerodach,
der kuninc in Babilonia was.
 
 515 Grasgrüner, gläserner Schausarg bearbeiten
 
   Material Glas
   Kategorie Grab
   599 Namensinschrift Evilmerodechs, einst König von Babylon bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
  Alexanders saga um 1260 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Finnur Jónsson (ed.): Alexanders saga : Islandsk oversættelse ved Brandr Jónsson (biskop til Holar 1263-64), Kbh. 1925
   Textart Saga
   Sprache altnordische Sprache
   Entstehungszeit um 1260
890 Lib. 1, S. 15f. Alexander besucht das Grab des Achill bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Þengat for Alexander konungr fyr forvitne ef hann mætte sia nockvot merke þeira stortiðenda er þar haufðo gorz. oc hann kom nu þar sem Troia hafðe staðet. hennar matte nu ecki sia annat en grunndvoll einn. Þar af matte þo sia hvessv mikil borgen mynde veret hafa. oc nu er konungr hugðe at hvar hverge þeira kappanna er þar fellv mundo iarðaðer vera. þviat var alegsteinom ritað yfir hveriom þeira. | þa kemr konungr þar at er Achilles var iarðaðr. En þetta var ritað alegsteine hans. Her hvilir Achilles enn sterke er drap Hectorem son Priami konungs. Sia enn same var svikenn ítrygð oc drepinn af Paride broðor Hectoris isolar guðs hofe. A þenna legtitul sa konungr. þviat honom þotte mikils um vert. oc eptir þat bar hann sialfr reykelsi yfir leiðet sem þar vere nockvorr heilagr maðr iarðaðr. Siðan mælti hann. sva haleít er þessa mannz haminngia orðen er her hvilir allra hellzt iþvi at hans fregð man sua lengi lifa. oc mikil sæmð var honum iþvi at sigra sva mikenn kappa sem Ektor var. En þat þycke mer honom þo mestr sømðar avke veret hafa at sua goðr klercr sem Homerus var. gerðe boc vm hans storvirke þa er allan alldr man vppi vera. oc þess vilda ec øscia at nockorr maðr vere mer slicr eptir liflát mit sem Homerus var Ackilli ef ver fam nockot þess gort. er loflegrar vmræðo þycke vert. Sa lutr er þo sva at ec kviða hellzt þo at ec fa undir mec lagt allan heimenn sem mek varir at vera myne. at mikel frægð life scemr eptir mec en ec villda. oc ef ec scyllda annars hvars. þa villda ec himinrikes helldr missa en frægðarennar. segir hann.

(Übersetzung Stefanie Würth, in: Isländische Antikensagas. Saga von den Trojanern. Saga von den britischen Königen. Saga von Alexander dem Großen. München 1996, 155–156)
König Alexander begibt sich dorthin, weil er neugierig ist, ob er noch irgendwelche Spuren der bedeutenden Ereignisse, die sich dort zugetragen hatten, sehen könnte. Nun kam er dorthin, wo Troja gestanden hatte, von dem man außer den Grundmauern nichts mehr erkennen konnte. aus denen aber doch zu ersehen war, wie groß die Stadt einst gewesen sein mußte. Als der König untersuchte, wo jeder einzelnde der Helden, die dort gefallen waren, beerdigt sei – denn es stand auf dem Grabstein eines jeden geschrieben –, kam er dorthin, wo Achilles beerdigt war. Auf seinem Grabstein stand geschrieben »Hier ruht Achilles der Starke, der Hector tötete, den Sohn des Königs Priamus, welcher von Paris, dem Bruder des Hector, im Tempel des Sonnengottes verräterisch hintergangen und getötet wurde.« Diese Grabinschrift betrachtete der König, weil sie ihm bedeutend erschien, und anschließend streute er persönlich Weihrauch um das Grab, als sei dort ein heiliger Mann begraben. Dann sprach er: »Das Schicksal dieses Mannes, der hier ruht, ist vor allem deshalb so erhaben geworden, weil sein Ruhm so lange fortleben wird. Es bedeutete eine große Ehre für ihn, einen so berühmten Helden wie Hector zu besiegen. Doch scheint mir am meisten das seinen Ruhm gemehrt zu haben, daß ein so großartiger Gelehrter wie Homer über seine Großtaten ein Buch schrieb, das in alle Ewigkeit fortbestehen wird. Ich wünschte mir, daß es auch für mich nach meinem Tod einen solchen Mann gäbe, wie es Homer für Achilles war, falls ich etwas vollbringen sollte, das einer solchen Lobpreisung würdig erscheint. Vor einer Sache fürchte ich mich am meisten, daß – auch wenn ich mir die ganze Welt unterwerfen kann – mein Nachruhm kürzere Zeit fortbesteht als ich es möchte. Wenn ich wählen könnte, dann wollte ich lieber auf das Himmelreich als auf den Ruhm verzichten«, sagte er.
 
 1560 Grabinschrift des Achill bearbeiten
 
   Material 0
   Kategorie Grab
   3430 Grabinschrift des Achill bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Her hvilir Achilles enn sterke er drap Hectorem son Priami konungs. Sia enn same var svikenn ítrygð oc drepinn af Paride broðor Hectoris isolar guðs hofe.

»Hier ruht Achilles der Starke, der Hector tötete, den Sohn des Königs Priamus, welcher von Paris, dem Bruder des Hector, im Tempel des Sonnengottes verräterisch hintergangen und getötet wurde.«
891 Lib. 1, S. 16f. Eine Erscheinung erklärt Alexander, er werde sich die Welt unterwerfen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Eptir þetta mælir konungr sva til sinna manna. Lateð eigi þat scelfa yðr af hernaðe þeim er þer hafet vpp teket þott haminngia se mioc ostaðug. þviat overðr er sa farsældar er hann vill ecki þola þat er hart þyckir. en þott manne veiti þungt vm stundar sacir. þa kemr þo iafnan logn a bac vinde. En þviat yðr man vndarlict þyckia hvaðan ec mega sva mioc treystaz vare farsælld. þa vil ec nu þat kvnnict gera þo at ec hafa hliott yfir þvi lateð higat til. þa er ec hafða hefnt foðor mins. bar sva optliga til at ec vacða þa vm netr er aðrer svauo oc hugsaðac með mer hvart ec scyllda at eins veria þat rike er faðer minn hafðe att. eða afla mer meira. Oc eins hveria nott at aullom auðrom sofandom iminu svefninne þa er ec vacða vm slict hugse. kom mikit oc biart lios yfir mec. þvi liose fylgðe einn gaufuglegr maðr ef lofat scal mann at kalla. hann var harðla vel klæddr oc þvi licast sem byscopar þa er þeir ero scrydder byscops scruðe. Tolf enir dyrsto steinar voro settir iklæði hans framan abriosteð. Ienne þessa mannz var ritað scilicet tetragramaton. þat feck ec eigi scilet segir konungr þviat þat var a þessconar tungu ritað er mer var vkonnict. Siðklædr var hann sva at fyr kleðonom matta ec eigi sia fætr hans. Mikil ogn stoð mer af þessom manne. Hafða ec tom til at spyria en þoran eigi hver hann vere eða hvaðan. oc at hvi hann føre. hann mat ecki kveðior við mec oc mællti sva til min. Farðu abraut af fostr lande þino Alexander. þviat ec man allt folc undir þic leggia. oc ef þu ser mic nockot sinn þvilikan sem nu synomz ec þer. þa scalltu þyrma minom maunnom fyrir minar sakir. oc eptir þat hvarf hann vpp ilopted fra mer segir konungr. oc þa fylde hann herbergeð ibrautfor sinne enom dyrlegastr ilm.

Danach spricht der König zu seinen Leuten: »Laßt euch durch diesen Kriegszug, den ihr begonnen habt, keine Angst einjagen, auch wenn das Schicksal sehr unbeständig ist. Denn der ist des Glückes unwürdig, der nicht bereit ist zu erdulden, was ein schweres Los zu sein scheint. Mag auch ein Mann bisweilen mit einer mißlichen Lage zu kämpfen haben, so folgt doch immer wieder Windstille auf einen Sturm. Aber weil es euch seltsam scheinen wird, woher ich dieses Vertrauen auf unser Glück nehmen kann, so will eich euch jetzt etwas verkünden, worüber ich bis jetzt geschwiegen habe. Nachdem ich meinen Vater gerächt hatte, geschah es oft, daß ich nachts wach lag, wenn die anderen schliefen, und mir dann überlegte, ob ich das Reich, das mein Vater besessen hatte, lediglich verteidigen oder mir ein größeres erobern sollte. Eines Nachts, als alle anderen in meiner Kammer schliefen, ich hingegen in Gedanken wach lag, hatte ich die Visison eines strahlenden und hellen Lichts. Dieses Licht war von einer prächtigen menschlichen Gestalt begleitet, falls es gestattet ist, sie als menschlich zu bezeichnen. Sie war überaus vornehm gewandet, ganz ähnlich einem Bischof in vollem Bischofsornat. Zwölf äußerst kostbare Steine waren vorn an der Brust auf seinem Gewand befestigt. Auf der Stirn des Mannes stand geschrieben scilicet tetragramaton, was ich nicht verstehen konnte«, sate der König, »weil es in einer mir unbekannten Sprache geschrieben war. Er trug ein so langes Gewand, daß ich wegen des Gewandes seine Füße nicht sehen konnte. Dieser Mann rief bei mir große Furcht hervor. Ich hatte zwar die Gelegeneheit, nicht aber den Mut, ihn zu fragen, wer oder woher er sei und wohin er gehe. Er entbot mir keinen Gruß und sprach zu mir :›Verlasse dein Vaterland, Alexander, denn ich werde dir alle Völker unterwerfen. Falls du mich jemals in der Gestalt vor dir siehst, wie ich mich dir jetzt zeige, dann sollst du meine Leute um meinetwillen schonen.‹ Anschließend löste er sich vor mir in Luft auf,« sagte der König. »Bei seinem Abschied erfüllte er das Zimmer mit dem herrlichsten Duft.«
 
 1561 Stirn des Mannes in der Vision bearbeiten
 
   Material Haut
   Kategorie Körper
   3431 Schrift auf der Stirn des Mannes, der Alexander erscheint bearbeiten
 
 
   Material des Geschr.
   Anbringung
   Dynamik
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat scilicet tetragramaton
895 Lib. VII, S. 112 Alexander lässt dem Darius ein Grabmal errichten bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat hann lętr oc reisa havan steín af hvitvm marmara yvir legi hans þann er Apelles hafðe gort undarlega vel af sinvm hagleic. sa enn same er nefndr fyR isogunni. oc þa varð enn ágiętr af slicu verki. Vndir þessum hava steini er piramis heitir álatino. stoðo .iiii. stolpar. þeir er sva voro gorvir. at auklun áþeim voro af ęiri. leggernir af silfri. en hofuðen af gulle. Vppi yvir stolpunum var hvalf sva gagnsętt sem gler. þvilict vaxet sem himinn til at sia. áþvi hvalve var scrifaðr heimrenn allr greindr isina þriðiunga, oc sva hver lond liggia ihveriom þriðiunge. eða hverir ágetir staðer erv íhverio lande. oc þar með nattura. beðe landanna oc þeira þioða er londin byggia. oc sva eyiar þęr er i hafino liggia. þar var oc markat hversu vthafet gerðer vm oll londin. eða hversv miðiarðar siar er allar ár falla í. greinir þriðiunga heimsens. oc þviat Alexander vissi gorla hvat Daniel hafðe fyrir spáð. scrifaðe hann yvir leiðe Daríj. þesse orð. Her hvilir taknsamligr rutr þess horn bęðe tvav. braut Alexander hamaR allz heimsens. þat ma sva scilia. her hvilir D(arius) er markaðr var i spasogu Danielis fyrir hrvtinn. hans horn. þat erv rike. braut vndir sec A(lexander). sa er sva tamðe heimsbygðena sem hamaR iarnn. Apelles sette þar oc áleiðet eptir Gyðinga sogn ara tolo fra vpphafi heims til þess er hofzc riki Alexandri. þat ero .iiii. þusvndir. oc .viii. hvndrvt tiręd .lx. oc .viii. vetr.


(Übersetzung Stefanie Würth, in: Isländische Antikensagas. Saga von den Trojanern. Saga von den britischen Königen. Saga von Alexander dem Großen. München 1996, 236):
Er läßt über seiner Grabstätte auch einen hohen Stein aus weißem Marmor errichten, den Apelles mit seiner Kunstfertigkeit wundervoll bearbeitet hatte; derselbe Apelles, der in dieser Geschichte schon einmal erwähnt wurde und der durch dieses Werk noch berühmter wurde. Unter diesem hohen Stein, der auf lateinisch Pyramis heißt, befanden sich vier Säulen, die so gemacht waren, daß ihr Sockel aus Erz, der Schaft aus Silber und das Haupt aus Gold war. Hoch oben auf den Säulen war ein Gewölbe, durchsichtig wie Glas, in der Form dem Himmel vergleichbar. Auf diesem Gewölbe war die ganze Welt abgebildet, unterteilt in ihre Drittel, und welche Länder in den einzelnen Erdteilen liegen, welche berühmten Stätten es in den einzelnen Ländern gibt, die Eigenschaften der Länder wie der Völker, die in diesen Ländern leben, und die Inseln, die im Meer liegen. Es war auch dargestellt, wie das Weltenmeer alle Länder umschließt und wie das Mittelmeer, in das alle Flüsse münden, die Erdteile voneinander scheidet. Da Alexander genau wußte, was Daniel prophezeit hatte, schrieb er über das Grabmal des Darius folgende Worte: »Hier ruht der zeichenhafte Widder, dessen beide Hörner Alexander, der Hammer der ganzen Welt, zerbrach.« Das ist folgendermaßen zu verstehen: »Hier ruht Darius, der in der Prophezeiung Dankiels als Widder bezeichnet wurde. Seine Hörner, das heißt die Herrschaftsgebiete, unterwarf sich Alexander, der wie ein eiserner Hammer die Welt bezähmte.« Auf der Grabstätte verzeichnete Apelles auch entsprechend der Aussage der Juden die Jahreszahlen von der Schöpfung der Welt bis zum Beginn der Herrschaft Alexanders: nämlich 4 868 Jahre.
 
 1565 Grabmal für Darius bearbeiten
 
   Material Marmor
   Kategorie Grab
   3799 Alexanders Grabinschrift für Darius bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung eingeritzt/eingehauen/eingeschnitten
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Her hvilir taknsamligr rutr þess horn bęðe tvav. braut Alexander hamaR allz heimsens.

»Hier ruht der zeichenhafte Widder, dessen beide Hörner Alexander, der Hammer der ganzen Welt, zerbrach.«
  Alexandreis, Châtillon, Walter von ca. 1180-1200 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Galterus de Castellione: Alexandreis, hg. von Marvin L. Colker (Thesaurus Mundi 17), Padua 1978. Übersetzung: Walter von Châtillon: Alexandreis. Das Lied von Alexander dem Großen. Übers., komm. u. mit einem Nachw. versehen von Gerhard Streckenbach unter Mitwirkung von Otto Klingner. 2. Aufl. Darmstadt 2012.
   Textart Epos
   Sprache Latein
   Entstehungszeit ca. 1180-1200
899 I. Buch, V. 457-460 Alexander gelangt zur Inschrift, die Paris für Oenone in einen Baum ritzte bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Dumque uetustatis saltim uestigia querit
Sedulus, obicitur fluuiali consita riuo
Populus Oenones, ubi mechi falce notata
Scripta latent Paridis tenerique leguntur amores.

Eifrig wenigstens Spuren des frühen Altertums suchend,
Sieht auf einmal der Fürst Oenones Pappel am Flußrand.
Schriftzeichen trägt im geheimen der Stamm, vom Messer des Buhlers
Paris gekerbt: man liest von Liebe die zärtlichsten Worte.
 
 1569 Pappel bearbeiten
 
   Material Holz
   Kategorie Baum
   4371 Paris' Bauminschrift bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung eingeritzt/eingehauen/eingeschnitten
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
900 I. Buch, V. 468-474 Alexander sieht Achilles' Grabinschrift bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Tot bellatorum Macedo dum busta pererrat
Argolicos inter cineres manesque sepultos,
Quos tamen accusant titulis epygrammata certis,
Ecce minora loco quam fama uidit Achillis
Forte sepulchra sui tali distincta sigillo:
‘Hectoris Eacides domitor clam incautus inermis
Occubui, Paridis traiectus arundine plantas.’

Während indessen der Fürst die Gräber von so vielen Kriegern
Aufsucht und zwischen verbrannten und längst bestatteten Griechen
Schweift, von deren Namen jedoch die Inschriften künden,
Da erkennt er auf einmal das Grabmal seines Achilles,
Schlichter als dessen Ruhm, doch deutlich mit Zeichen versehen:
»Hinterrücks ward ich gefällt – Achilles, der Hektor-Bezwinger –,
Ungeschützt, arglos, die Ferse durchbohrt vom Pfeile des Paris.«
 
 1570 Achilles' Grabmal bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Grab
   4372 Achilles' Grabinschrift bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat #### lat. Original nachtragen ####

(»Hinterrücks ward ich gefällt – Achilles, der Hektor-Bezwinger –,
Ungeschützt, arglos, die Ferse durchbohrt vom Pfeile des Paris.«)
901 I. Buch, V. 508-529 Alexander berichtet davon, wie ihm des Nachts ein engelartiger Mensch erschien bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Cumque super regni ratio nouitate labaret
(Incertus sequererne hostes patriamne tuerer,
In neutro stabilis, facturus utrumque uidebar),
Ecce locum subita radiantem lampade uidi,
Et caeleste iubar noctis caligine pressa
Irrupisse fores tenebrasque diescere uidi.
Cum timor incuteret mentem testemque pauoris
Sentirem trepidos sudorem errare per artus,
Affuit ethereis, hominem si dicere fas est,
Ingenua grauitate plagis, quem barbara texit
Multiplici uestis mixtim distincta colore,
Cuius, ut ire solet filo radiante sacerdos,
Gemmea flammantes lambebat fimbria plantas.
Aurea rorifluos crispabat lamina crines.
Pectoris in medio bis seni scemate miro
Ardebant lapides gemmarum luce superbi.
Nescio quod nomen pretendere uisa figuris
Signabat mediam tetragrammata linea frontem,
Sed quoniam michi barbaries incognita linguae
Huius erat, legere hanc me non ualuisse fatebor.
Presulis occultum caput amplexante tyara,
Pesque uerecundus thalari ueste latebat.

Während ich zweifelnd des Reiches seltsamen Zustand bedachte,
Bald des Feindes Verfolgung, bald Schutz und Rettung der Heimat
Planend, schien ich, in beidem ratlos, schon beides zu wollen.
Plötzlich sah ich, o hört!, den Raum von Lichtschein erstrahlen,
Sah, wie himmlisches Leuchten, das nächtliche Dunkel verdrängend,
Machtvoll den Eingang durchbrach, wie taghell die Finsternis glönzte.
Jetzt aber, wie ich, von Furcht gepackt, als Zeichen des Schreckens
Schon den Schweiß die zitternden Glieder hinabrinnen fühlte,
Trat in den Lüften ein Mensch (sofern das Wort hier erlaubt ist)
Sichtbar hervor, von würdigem Ernst, in fremder Gewandung,
Die mit bunten und vielfach sich mischenden Farben geschmückt war.
Wie im schimmernden Kleid ein Priester zu schreiten gewohnt ist,
Streiften Fransen, mit Perlen besetzt, die flammenden Sohlen,
Golden ließ ihm ein Reif die tauigen Haare sich kräuseln,
Prachtvoll erglühten auf seiner Brust im Glanze von Perlen
Zweimal sechs Diemanten, zu seltsamen Formen gebildet.
Auffällig trug seine Stirn die Schrift von vierelei Zeichen,
Die, so schien es, wer weiß welchen Namen in Buchstaben meinten.
Da mir aber die Sprache in ihrer Ungestalt fremd war,
Konnte ich, offen gesagt, sie weder entziffern noch lesen.
Während weit die Tiara das Haupt des Bischofs umfasßte,
Bargen unter dem langen Talar sich schamhaft die Füße.
 
 1571 Stirn bearbeiten
 
   Material Haut
   Kategorie Körper
   4373 Vier Buchstaben auf Stirn bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik Sonstiges / nicht feststellbar
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
904 IV. Buch, V. 176-276 Beschreibung des biblischen Bildprogramms auf dem Grabmal der Ehefrau des Darius bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Interea Macedo condiuit aromate corpus
Vxoris Darii tumulumque in uertice rupis
Imperat excidi, quem structum scemate miro
Erexit celeber digitis Hebreus Apelles.
Nec solum reges et nomina gentis Achee
Sed Genesis notat historias, ab origine mundi
Incipiens. aderat confusis partibus yle
Et globus informis, uario distincta colore
Quatuor inpressis pariens elementa sigillis.
Hic operum series que sex operata diebus
Est deitas, inter que, auro spirante nitorem
Luciferum et rutilis lambentibus aera gemmis,
De tenebris primam uideas emergere lucem.
Dignior hic inter animas ratione carentes
De limo formatur homo, quem costa fefellit
Propria, letifero colubri seducta ueneno.
Exclusis patribus primaque a matre receptis,
Ignea custodit uirgulti romphea limen.
Inde Cain profugus bigami non effugit arcum.
Pullulat humanum genus et polluta propago.
Decedit uirtus, uicium succedit, adherent
Coniugio illicito, pietas rectumque recedunt.
Factorem, si triste notes in ymagine signum,
Penituisse putes hominem fecisse. laborat
Archifaber. genus omne animae clauduntur in arca.
Post refugos fluctus replet octonarius orbem,
Vinea plantatur, et inebriat uua parentem.
Hic patriarcharum seriem specialius aurum
Exprimit. emeritos uideas ridere parentes,
Venantemque Esau, turmisque redire duabus
Luctarique Iacob. sequitur distractio Ioseph
Et dolus et carcer et transmigratio prima.
Hic dolet Egyptus denis percussa flagellis.
Transuehit Hebreos, equitatus regis et arma
Subruit, et puro liuescit pontus in auro.
Hic populum manna desertis pascit in aruis.
Lex datur, et potum sicienti petra propinat.
Succedit Bennun Moysi post bella sepulto.
Natio subicitur, Iordanis contrahit amnes.
Post cineres Ihericho reus est anathematis Achor.
Persoluit Iosue naturae debita postquam
Funiculo patrium diuisit fratribus orbem.
Iudicibus tandem populum supponit Apelles,
Inter quos Samson fortissimus, et tamen illum
Fortior excecat preciso Dalila crine.
Ruthque Moabitis uiduata priore marito
In genus Hebreum felici federe transit. 
Altera picturae sequitur distinctio, reges
Aggrediens et funus Heli Samuelis ab ortu
Murmurat in Silo populus. de Beniamin exit
Qui regat Hebreos, sed enim quia dissonat eius
Principio finis, Ysai de semine princeps
Preficitur populo, qui contudit arma Goliae,
Inque acie belli cum prole cadente tyranno,
Regia desertos dampnat maledictio montes.
Hic Asael Abnerque cadunt, incurrit Vrias
Quam tulerat mortem. patricidam detinet arbor
Quem fodit hasta uiri. patriam lugere putares
Effigiem. sed postquam humanitus accidit illi,
Construitur templum, uiuunt mandata sepulti
Pacifico regnante patris, nec sacra tuetur
Ara Ioab, Semeique uorax intercipit ensis.
Consilio iuuenum phariseat scisma perhenne
Cum regno populum. lis est de diuite regno.
Quodcumque alterutrum preclare gessit, eodem
Marmore docta manus et res et nomina pingit.
Ne tamen infamet gentem et genus, ydola regum,
Sordes Samariae, fraterni numina regni
Preterit, et funus Iezabel de turre cadentis
Morsque tacetur Achab et uinea sanguine parta.
Non ibi cum socio quinquagenarius ardet,
Sed gens sacra Baal gladio feriuntur Helie,
Discipulusque dolet non comparere magistrum.
Quos tamen illustres declarat pagina reges
Altior ordo tenet. Ezechias ydola purgat
Et reuocat longo sopitas tempore leges.
Hic egrotantem uideas solisque recursum
Et clarum titulis celebrantem Pascha Iosiam,
Preter quos nullus regnauit in omnibus expers
Labis apostaticae nullusque a crimine mundus.
Ecce prophetarum, quo rege et tempore quisque
Scripserit, effigies habet altior ordo locatas.
Hic signum dat Achaz. ‘ecce’ inquit filius Amos
‘Virgo concipiet.’ hic sub Ioachim Iheremias
Occasum dolet et dominum noua monstra creasse
In terra, ‘mulier’que ‘uirum circundabit’ inquit.
Stansque Ezechiel post captam a gentibus urbem
Se uidisse refert clausam per secula portam,
Scilicet intactae designans uirginis aluum.
‘Occidetur’ ait Daniel ‘post septuaginta
Ebdomadas Christus.’ uatum bissena secuntur
Nomina cum titulis et in unum consona dicta.
Vltima pars regnum Cyri populique regressum
Sub duce Zorobabel habet. hic reparatio templi
Pingitur. hystoria hic non pretermittitur Hester
Causaque mortis Aman stolidaeque superbia Vasti.
Hic sedet in tenebris priuatus luce Tobias,
In castrisque necat Holofernem mascula Iudith,
Totaque picturae series finitur in Esdra.
Magnus ut exequiis tumulo de more peractis
Inferias soluit, festinus castra moueri

Schon hat derweil Alexander mit Myrrhe den Leichnam der Fürstin
Einsalben lassen und heißt auf dem Berg ein Grabmal aus Felsstein
Brechen, das in herrlicher Form der Hebräer Apelles
Baut und vollendet, ein Mann, berühmt durch die Kunst seiner Hände.
Nicht nur Herrschergestalten und Namen des griechischen Volkes,
Auch der Genesis Buch, beim Ursprung der Erde beginnend,
Bildet er ab: ein Urstoff, mit ungeordneten Teilen,
Formlose Kugel, ist da und zeugt die vier Elemente,
Die, ein jedes verschieden gefärbt, ihr Merkmal besitzen.
HIER die Reihe der Werke, die Gott, sechs Tage lang wirkend,
Schuf; dazwischen erscheint, mit weithin strahlendem Goldglanz,
Luzifer schon, und während von rötlichen Funkten die Lüfte
Züngeln, sieht man das erste Licht aus Finsternis brechen.
DORT wird, würdigstes unter den unvernünftigen Lebe-
Wesen, der Mensch aus Erde geformt, den später die eigne
Rippe betrügt, verführt vom tödlichen Gifte der Schlange.
Als die Eltern verjagt sind, die Kinder, die Eva empfangen,
Schützt das flammende Schwert den Zugang zum Baume in Eden.
Flüchtend entgeht nicht Kain dem Bogen des zweifach beweibten
Lamech. Es mehrt sich das Menschengeschlecht, verderbt sind die Enkel;
Tugend zieht sich zurück, ihr folgt auf der Stelle das Laster.
Unzucht treiben sie frevelnd; das Rechte, die Ehrfurcht verschwinden.
Wohl, so glaubt man, bereut der Schöpfer die Schaffung des Menschen,
Wenn man im Bild das Schreckensmal sieht. Der Archenerbauer
Plagt sich, und jedes Getier verschließt er fest in der Arche.
Neu beleben nach Rückgang der Flut acht Menschen die Erde;
Weinstöcke pflanzt man, und Noah, den Vater, berauschen die Trauben.
DORT erscheint auch der Erzväter Schar, in herrlichstem Golde
Bildlich geformt: man sieht die gealterten Eltern frohlocken,
Esau jagen und Jakob, der beide Heere zurückführt
Und den Engel bezwingt, auch Josephs Zwist mit den Brüdern,
Falschheit von Potiphars Weib, Gefängnis und frühesten Auszug;
HIER erleidet Ägypten der Geißeln zehnfache Plage;
Moses führt die Hebräer durchs Meer, schlägt Pharaos Reiter,
Waffen vernichtend, schon schimmert die See in lauterem Golde.
Dann erlabt sich auf einsamer Flur die Menge an Manna.
Kund wird Gottes Gesetz, den Dürstenden spendet der Felsen
Trank; nach Kriegern begräbt man Moses, dem Jusua nachfolgt;
Ihm unterwirft sich das Volk; bald hemmt er die Wasser des Jordans.
Jericho legt man in Asche und flucht dem schuldigen Achan,
Josua zahlt der Natur Tribut, nachdem er der Väter
Land, genau nach der Meßschnur, an Israels Stämme verteilt hat.
Schließlich bestimmt dem Volk Apelles die Richter als Herren:
Stärkster von ihnen ist Simson, doch kann Delila ihn blenden,
Stärker als er, sobald man im Schlaf das Haar ihm geschoren.
Ruth, aus Moab entstammend, des ersten Gatten verlustig,
Zieht ins hebräische Land, allwo sie sich glücklich verbindet.
Folgt des Bildwerkes anderer Teil: der Könige Wirken
Zeigt er und Elis Begräbnis, als Samuel endlich geboren.
Brausend murmelt das Volk in Silo. Aus Benjamins Stamme
Naht, der Isreal anführen soll; doch da seinem Anfang
Nicht das Ende entspricht, bestellt man das Isai Sprößling
David, der Goliaths Waffen zerbricht, zum Fürsten des Volkes.
Als im Krieg der Philister nun Saul mit den Söhnen gefallen,
Schmäht der König voll Haß das wüste Gebirge Gilboa.
Asael endet und Abner; den Tod erleidet Uria,
Den er andren gebracht. Am Vatermord hindert ein Baumast
Absalom; dann durchbohrt ihn ein Speer: sich abhärmen siehst du
David im Bild. Nachdem des Königs Geschick sich erfüllt hat,
Baut man den Tempel; doch während Salomos friedlicher Herrschaft
Lebt des bestatteten Vaters Gebot: der Altar, der geweihte,
Schützt nicht Joab, das gierige SChwert läßt Simei sterben.
Später trennt, durch Rat der Jünglinge, dauernde Spaltung
Volk und Regierung: das herrliche Reich wird Anlaß zum Hader.
Was auch immer von Juda, von Israel Großes vollbracht ward,
Zeichnet samt Namen die kundige Hand auf eben den Marmor;
Aber der Könige Götzen, des Bruderreichs Baalsdienst verschweigt sie,
Auch Samarias Verderb, um Volk und Geschlecht nicht zu kränken,
Nennt nicht Isabels Sturz vom Turm und nicht ihr Begräbnis,
Ahabs Tod und den Weinberg, den Naboths Blut ihm verschafft hat;
Nicht verbrennt hier mit fünfzig Mann »der Mann über fünfzig«,
Wohl aber schlägt mit dem Schwert Elia des Baalsdienstes Horde,
Und der Schüler beklagt voller Schmerz den Fortgang des Meisters.
Jene glänzenden Herrscher, von denen die Bibel berichtet,
Reihen sich oben im Bild: die Götezen beseitigt Hiskia,
Der die Gesetze, die lange schlafenden, wieder zurückbringt;
Todkrank siehst du ihn hier mitsamt dem Rücklauf der Sonne,
Siehst Josia, an Ehren berühmt, das Passah begehen.
Keiner gebot außer diesen von allen herrschern in Juda
Ohne schändlichen Abfall von Gott und ledig der Sünde.
Sieh, die Reihe darüber umfaßt der Propheten Gestalten,
Wann, unter welchem Herrn ein jeder von ihnen geschrieben.
Amoz' Sohn tut Ahas hier kund: »Es wird eine Jungfrau
Einst, o höre, empfangen.« Dort schmerzt Jeremias das Ende
Judas, als Jojachin herrscht; doch werde der Herr sich im Lande
Neues schaffen, enthüllt er: »Das Weib wird den Mann sich umfangen.«
Heiden nehmen die Stadt; Hesekiel, hinter ihr sichtbar,
Meldet, geschlossen für ewige Zeiten erscheine des Tempels
Tor, zwar hiermit den Leib der keuschen Jungfrau bezeichnend.
Daniel wiederum spricht: »Gekreuzigt wird Christus nach siebzig
Wochen«. Es folgen mit Namen die zwölf Propheten und ihre
Zukunftsverheißung, es folgt, was alle im Einklang verkünden.
Cyrus' Königsmacht zeigt sich am Schluß: zurück in die Heimat
Führt Serubbabel das Volk; hier stellt man des Tempels erneuten
Aufbau dar, und nicht übergeht man Esthers Geschichte,
Nicht den Anlaß von Hamans Tod, der törichten Vasthi
Stolz; der Augen beraubt, sitzt dort im Dunkeln Tobias.
Judith, gleich einem Manne, erschlägt Holofernes im Lager,
Und was Esra erzählt, beschließt die Reihe der Bilder. –
Als Alexander nach Brauch die Totenfeiern begangen,
Als die Opfer vollzogen, befiehtl er in Eile den Aufbruch:
 
 1574 Grabmal der Ehefrau des Darius bearbeiten
 
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   Kategorie Grab
   4376 Namensinschrift bearbeiten
 
 
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   4377 Namensinschrift (Zwölf Propheten) bearbeiten
 
 
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903 VII. Buch, V. 379-430 Alexander lässt Apelles ein Grabmal für Darius errichten bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Dixit, et exequiis solito de more solutis,
Regifico sepelit corpus regale paratu
Membraque condiri iubet et condita recondi
Maiorum tumulis, ubi postquam condita, celsa
Pyramis erigitur, niueo que marmore structa
Ingenio docti superedificatur Apellis.
Coniunctos lapides infusum fusile rimis
Alterno interius connectit amore metallum.
Exterius, qua queque patet iunctura, figuris
Insculptum uariis rutilans intermicat aurum.
Quatuor ex equo distantibus arte columpnis
Sustentatur onus, quarum iacet erea basis.
Argento stilus erigitur, capitella recocto
Imperitant auro fornacibus eruta binis. 
Has super exstructa est, tante fuit artis Apelles,
Lucidior uitro, pacato purior amne,
Crystallo similis caelique uolubilis instar,
Concaua testudo librati ponderis, in qua
Forma tripertiti pulchre describitur orbis.
Hic Asiae sedes late diffunditur, illic
Subsidunt geminae spacio breuiore sorores.
Hic certis distincta notis loca flumina gentes
Vrbes et siluae regiones oppida montes
Et quecumque uago concluditur insula ponto,
Indigeat que terra, quibus que rebus habundet.
Frugifera est Lybie, uicinus Syrtibus Hamon
Mendicat pluuias, Egyptum Nilus opimat.
Indos ditat ebur uestitaque litora gemmis.
Affrica pretendit magnae Kartaginis arces,
Grecia diuinas famae inmortalis Athenas.
Pallanthea domus Roma crescente superbit,
Gadibus Herculeis Hyspania, thure Sabei,
Francia militibus, celebri Campania Bacho,
Arthuro Britones, solito Normannia fastu.
Anglia blanditur, Ligures amor urit habendi,
Teutonicusque suum retinet de more furorem.
Lubricus extremas tantae testudinis oras
Circuit Oceanus. Asiam tractusque duarum
Opposito medius discriminat obice pontus,
Pontus, distortis in quem uaga flumina ripis
Omnia descendunt, et eo ducente recuruos
Flexa per anfractus magnum labuntur in equor.
Et quia non latuit sensus Danielis Apellem,
Aurea signauit epigrammate marmora tali:
‘Hic situs est typicus aries, duo cornua cuius
Fregit Alexander, totius malleus orbis.’
Preterea Hebreos et eorum scripta secutus,
Preteriti serie reuoluta temporis, annos
Humani generis a condicione notauit
Vsque triumphantis ad bellica tempora Magni.
In summa annorum bis milia bina leguntur
Bisque quadringenti decies sex bisque quaterni.

Spricht's, und als er die Totenehrung wie üblich begangen,
Senkt er mit fürstlichem Pomp den fürstlichen Leib in die Erde,
Balsamiert seine Glieder und birgt sie im Grabe der Ahnen.
Dort erbaut man, sobald der gesalbte Leichnam verwahrt ist,
Hoch eine Steinpyramide, die ganz aus schimmerndem Marmor
Jenes klugen Apelles' Genie darüber errichtet:
Fest verbindet in eins die wohl zusammengefügten
Steine Metall, das flüssig bis tief in die Ritzen gefüllt ist.
Außen leuchtet indessen, wo immer die Fugen nicht schließen,
Rötliches Gold zwischendurch und formt sich zu mancherlei Bildern.
Kunstvoll gleich voneinander entfernt, sind zweimal zwei Säulen
Träger gewaltiger Last, sie ruhen auf erzenen Sockeln:
Silbern ragen die Schäfte; aus Gold, in Schmelzöfen zweimal
Gründlich geläutert, beherrschen den Bau die vier Kapitelle.
Hoch auf den Säulen erhebt sich – solch Kunstwerk bildet Apelles! –
Klarer als Glas und lauterer noch als sanftes Gewässer,
Hell wie lichter Kristall, dem Himmelsgewölbe vergleichbar
Kreisend, mit wohlverteiltem Gewicht die Kuppel des Daches.
Herrlich zeigt uns ihr Rund die Welt in dreifacher Teilung:
Hier, in endloser Weite, erstrecken sich Asiens Fluren,
Dort den engeren Raum bewohnen die kleineren Schwestern.
Deutlich geschieden erkennt man im Bild das Land und die Flüsse,
Völker, Städte und Wälder, Gebiete mit Orten und Bergen,
Auch die Inseln, die allseits das Meer, das wogende, einschließt,
Gegenden endlich, die arm sind, und unerschöpfliche andre:
Fruchtbar ist Libyens Flur, doch Ammon, den Syrten benachbart,
Bettelt um Regen, der Nil aber füllt Ägypten die Scheuern;
Inder macht Elfenbein reich, der Edelstein schmückt ihrer Flüsse
Ufer; Afrika rühmt sich der Burg des großen Karthago,
Griechenland seines Athens, des herrlichen, ewig gelobten;
Stolz sind Pallas' Geschlechter auf Roms sich mehrende Größe;
Spanien prahlt mit Herkules' Stadt, mit Weihrauch Sabaea,
Frankreich mit seinem Heer, gepriesenem Wein die Champagne
Und der Brite mit Arthur; es protzt des Normannen gewohnter
Dünkel. Anglien lockt, von Habgier entbrennt der Ligurer,
Während, der Sitte gehorsam, den Grimm der Teutone zurückhält.
Unstet flutet am Rand der Ozean rings um die Kuppel;
Asien dort aber scheidet von beider Schwestern Gestade
Jenes mittlere Meer, dem Felsenriffe die Stirne
Bieten, – Meer, in das sich mit vielfach gewundenen Ufern
Weit alle Flüsse ergießen: indem es sie anlockt,
Gleiten sie, immer aufs neue gekrümmt, ins große Gewässer.
Da nun Daniels weise Worte Apelles bekannt sind,
Schmückt er den herrlich schimmernden Stein mit folgender Inschrift:
»Hier begrub man den Widder, den Trefflichen, dem Alexander,
Hammer der ganzen Welt, die beiden Hörner zerbrochen.«
Dann beschreibt er, den Juden und ihren Schriftwerken folgend,
Längst entschwundener Zeiten Verlauf und nennt auch der Jahre
Zahl, die seit der Erschaffung des Menschengeschlechtes verflossen,
Ehe die streitbare Zeit des siegreichen Kriegshelden anfing:
Zweimal zweitausend Jahre berechnet er alles in allem,
Zählt noch vierhundert zweimal dazu sowie achtundsechzig. –
 
 1573 Grabmal des Darius bearbeiten
 
   Material Stein
   Kategorie Grab
   4375 Inschrift auf Darius' Grabmal bearbeiten
 
 
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   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Hier begrub man den Widder, den Trefflichen, dem Alexander,
Hammer der ganzen Welt, die beiden Hörner zerbrochen.
  Amoryus and Cleopes, John Metham Mitte des 15. Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Autor: John Metham Amoryus and Cleopes. Editor/Hrsg: Stephen Page Kalamazoo, MI: Middle English Institute, 1999. http://d.lib.rochester.edu/teams/publication/page-metham-amoryus-and-cleopes
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Mittelenglisch
   Entstehungszeit Mitte des 15. Jhd.
936 Verse 106-112 Die Bürger errichten eine Säule zu Ehren von König Didas bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat The fadyr of Cleopes, as seyth this story,
Was clepyd Dydas, hos wurchyp and fame
Was spred ful wyde; so that the cyteceynys for a memory
Lete make a pyler of bras, therin wrytyn hys name
And hys benefetys, moreovyr, hys ymage heldyng a frame,
In tokyn that be equité he reulyd the toune,
And eke that the tempyl was of hys fundacion.
 
 1605 Säule zu Ehren König Dydas bearbeiten
 
   Material Messing
   Kategorie Stele
   4950 Inschrift, die König Dydas' gute Taten beschreibt bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
938 Verse 1653-1655 Amoryus findet Cleopes' Kopftuch bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat And forthwyth he stoupyd and up the kerchyf gan take,
And lokyd uppon the merke and fond for Cleopes a C,
Wrowt wyth sylke
 
 1607 Cleopes' blutiges Kopftuch bearbeiten
 
   Material Stoff
   Kategorie Bekleidung
   4952 Seidene Monogrammstickerei bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Textil
   Anbringung gestickt
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat 'C'
939 Verse 2087-2105 Grab und Epitaph von Amoryus und Cleopes bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat And aftyr longe felycyté Amoryus and Cleopes on one day
Yeldyd ther spyrytys to God; and togydyr in a grave
Ther chyldyr them byryd in a tumbe of marbyl gray,
Platyd wyth ymagys of gold; and superscrypcionys thei have
Into this day, as he that red them sqwore, so God hys soule save,
In the tempyl was and red the scrypture that wrytyn ys
In langage of Percys and in Englysch; yt ys this:

"Flowre of knyghthod, to the world a memoryal
Of trosty love, Syr Amoryus resstyth here,
Defensor of the cuntré keper of pes contynwalle;
And be hys syde, Cleopes, hys lady dere,
Byryid ys - exsampyl to alle women, fer and nere,
Of trwelove, stedfastenes, and curtesy;
Upon hos soulys almyghty God have mercy."

Thys ys ther epytafy, wrytyn at ther fete,
In a plate of laton, and yche notabyl dede
Of hys bateylys and howe he wyth Cleopes dyd mete
Gravyn be ther eke, that thei that can may them esyly rede
For a gret remembrauns; and thus this story I owte lede,
Mervelyng gretly that noght nowe, as in eldtyme,
Men do noght wryte knyghtys dedys nowdyr in prose ner ryme.
 
 1608 Das 'Latten Blatt' auf dem Marmor Grab des Ehepaars bearbeiten
 
   Material Metall
   Kategorie Platte
   4953 Das Epitaph von Amoryus u. Cleopes (auf Persisch u. Englisch geschrieben) bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache Mittelenglisch
   Zitat "Flowre of knyghthod, to the world a memoryal
Of trosty love, Syr Amoryus resstyth here,
Defensor of the cuntré keper of pes contynwalle;
And be hys syde, Cleopes, hys lady dere,
Byryid ys - exsampyl to alle women, fer and nere,
Of trwelove, stedfastenes, and curtesy;
Upon hos soulys almyghty God have mercy."
937 Verse 495-497 Der Nekromant macht einen Zauberkreis [Ob hier Schrift gemeint ist, ist unklar, aber durchaus möglich] bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Arayd in qwyght, hys cerkyl gan dyvyse,
Wyth carectyrs and fygurys as longe to the dysposycion
Of tho spyrytys that have that power in ther jurysdyccion.
 
 1606 Astrologischer Zauberkreis bearbeiten
 
   Material 0
   Kategorie
   4951 Astrologische Zeichen bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  Andreas etwa letztes Viertel 10.Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Titel: The Vercelli book Hrsg.: Krapp, George Philip Werktitel: Codex Vercellensis Verlagsort: New York Verlag: Columbia Univ. Press Jahr: 1932 Reihe: The Anglo-Saxon poetic records ; 2
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Altenglisch
   Entstehungszeit etwa letztes Viertel 10.Jhd.
907 Verse 1495-1521 Andreas spricht eine marmorne Säule an und er erinnert die Säule daran, wie Gott durch seine Schrift auf die Gesetzestafeln deren Material (Stein) geehrt hat bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat ... He wið anne þæra,
mihtig ond modrof, mæðel gehede,
wis, wundrum gleaw, word stunde ahof:
"Geher ðu, marmanstan, meotudes rædum,
fore þæs onsyne ealle gesceafte
forhte geweorðað, þonne hie fæder geseoð
heofonas ond eorðan herigea mæste
on middangeard mancynn secan.
Læt nu of þinum staþole streamas weallan,
ea inflede, nu ðe ælmihtig
hateð, heofona cyning, þæt ðu hrædlice
on þis fræte folc forð onsende
wæter widrynig to wera cwealme,
geofon geotende. Hwæt, ðu golde eart,
sincgife, sylla! On ðe sylf cyning
wrat, wuldres god, wordum cyðde
recene geryno, ond ryhte æ
getacnode on tyn wordum,
meotud mihtum swið. Moyse sealde,
swa hit soðfæste syðþan heoldon,
modige magoþegnas, magas sine,
godfyrhte guman, Iosua ond Tobias.
Nu ðu miht gecnawan þæt þe cyning engla
gefrætwode furður mycle
giofum geardagum þonne eall gimma cynn.
þurh his halige hæs þu scealt hræðe cyðan
gif ðu his ondgitan ænige hæbbe."
 
 1577 Gesetzestafeln bearbeiten
 
   Material Stein
   Kategorie Tafel
   4702 Inschrift auf Gesetzestafeln bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  Annolied letztes Drittel 11. Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Annolied, in: Frühe deutsche Literatur und lateinische Literatur in Deutschland 800-1150, hg. v. Walter Haug und Benedikt Konrad Vollmann, (Bibliothek des Mittelalters 1), Frankfurt a.M. 1991, S. 596-647.
   Textart Sonstiges
   Sprache Mittelhochdeutsch
   Entstehungszeit letztes Drittel 11. Jhd.
441 S. 610, Str. 18 Tafel mit den Namen von 300 römischen Senatoren bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Romære schrivin zisamine
in einir guldine tavelin
driuhunterit altheirrin,
di dir plegin zuht unt erin.
die dagis unti nahtis riedin,
wi si ir erin behildin.

Die Römer schrieben auf eine goldene Tafel die Namen von dreihundert Senatoren, die Ordnung und Ehre aufrechterhalten sollten, die Tag und Nacht Rat pflegten, wie sie Rang und Würde der Römer bewahren könnten.
 
 535 Goldene Tafel bearbeiten
 
   Material Gold
   Kategorie Tafel
   971 Inschrift mit 300 Namen bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  Apollonius of Tyre 11. Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition The Old English Apollonius of Tyre. Ed. Peter Goolden Oxford: Oxford University Press, 1958.
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Altenglisch
   Entstehungszeit 11. Jhd.
909 Buch IV, Verse 8-9 Apollonius erwähnt eine Inschrift auf dem Stadttor bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Ic can þone dóm. & ic hine æt þam geate geseah.
 
 1579 Stadttor bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Architekturelement
   4706 Inschrift auf Stadttor bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
910 Buch X, Verse 3-9 Die Stadt lässt eine Statue von Apollonius aus Messing herstellen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat þæt hig worhton him áne anlicnesse of áre. þe on ðare stræte stód. & mid ðare swiðran hand þone hwæte heold & mid þam winstran fet þa mittan træd, & þaron þus awriton . Ðas gifu sealde seo ceasterwaru on Tharsum Apollonio þam tiriscan, forðam þe he [þæt] folc of hungre alesde & heora ceastre gestaðolode.
 
 1580 Statue des Apollonius bearbeiten
 
   Material Messing
   Kategorie Statue / Statuette
   4707 Inschrift auf Statue bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Ðas gifu sealde seo ceasterwaru on Tharsum Apollonio þam tiriscan, forðam þe he [þæt] folc of hungre alesde & heora ceastre gestaðolode.
911 Buch XLIX, Verse 5-7 Apollonius wird an das Scheingrab seiner Tochter erinnert bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Næs þæt wel hlaford þæt þu silf aræddest þa stafas ofer hire birgene?
 
 1581 Grab bearbeiten
 
   Material 0
   Kategorie Grab
   4708 Epitaph auf Grab bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich abgegeben]
  Apollonius von Tyrland, Heinrich von Neustadt Anfang 14. Jh. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Heinrichs von Neustadt, ‚Apollonius von Tyrland‘ nach der Gothaer Handschrift, ‚Gottes Zukunft‘ und ‚Visio Philiberti‘ nach der Heidelberger Handschrift, hg. von Samuel Singer (Deutsche Texte des Mittelalters 7), Berlin 1906.
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Mittelhochdeutsch
   Entstehungszeit Anfang 14. Jh.
95 V. 1207-1234 Inschrift auf dem Bild des Apollonius, angebracht auf seiner Ehrensäule: Er hält in der Hand ein Schriftstück mit der Angabe seiner Verdienste bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Ain groß saul ward erhaben
Von mermelstain wol ergraben.
Oben auff der seule graß
Ain weytter syms auß schoß
Harte maisterlich ergraben.
Auff dem syms was erhaben
von gold ain pild erlich
Dem kunig Appolonio geleich;
Der syms auch von golde was,
Dar auff lag ain adamas:
Das was das pild auff gesatzt,
mit edlem gestaine wol gefaßt.
Zu der tencken seytten vor
Stund ain gulden metz enpor:
Das was ain erlicher sin:
Mit den fuessen drat er dar in.
Dem pilde in der rechten handt
Ain groß brieff wart pekantt.
Da stund an gegraben suß:
‚Ich kunig Appolonius,
Furste da zu Tyrlant,
Pey disem pild tuen pekant
Das ich die Tarsere
Loßt auß grosser schwere
Mit leibnär und mit speyse.
Da von pin ich zu preyse
Her gesatzt, wie es ergie,
Und pin sein gezeug alhie.'
 
 516 Von einer Statue gehaltenes Schriftstück bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Statue / Statuette
   224 Inschrift auf dem Bild des Apollonius bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Ich kunig Appolonius,
Furste da zu Tyrlant,
Pey disem pild tuen pekant
Das ich die Tarsere
Loßt auß grosser schwere
Mit leibnär und mit speyse.
Da von pin ich zu preyse
Her gesatzt, wie es ergie,
Und pin sein gezeug alhie.
446 V. 15185-15190 Säule zu Ehren des Apollonius bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Tuend dir di leute gewaltes icht,
So soltu deß lassen nicht
Du engest da di sewle statt
Di man deinem vatter hatt
Zu eren auff gerichtet
Und kosperlich gedichtet.
 
 541 Ehrensäule bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Statue / Statuette
   671 Inschrift auf Säule bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
96 V. 15511-15525 Epitaph am Grabmal der vermeintlich getöteten Tharsia bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Di purger auff denn selben wan
Hiessen an dem ringe
Von erd auff von messinge
Ain kosperes grab graben
Mit ainem pild so auß erhaben:
Dar auff war haydenischen geschriben
Wie Tarsia da was peliben.
Di geschrifft sprach also:
‚Zu eren Appolonio.‘
Do sprach der ander puchstabe
‚Gemachet ist das grabe
Zu lieb und zu mynne.
Da ligt pegraben inne
Sein liebes kint Tarsia,
Die dulce amur amia‘.
 
 542 Bildnis auf Grabmal bearbeiten
 
   Material Metall
   Kategorie Architekturelement
   236 Inschrift auf Grabmal bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat ‚Zu eren Apollonio.
Gemachet ist das grabe
Zu lieb und zu mynne.
Da ligt pegraben inne
Sein liebes kint Tarsia,
Die dulce amur amia‘.
447 V. 16639-16658 Tharsia stellt Apollonius ein Rätsel bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat ’[...]
Nu radt auch, herre: was ist das?
Es wirt gemacht ain klaines faß
Von holtz und von plumlein wol.
Es sey ledig oder vol,
Oder vol oder ler,
Es wiget doch geleychen schwer.’
Appolonius schutte das haupt:
’Junckfrawe, wol ir deß gelaubt:
Und solt ich mit ew fro wesen,
(Ich hab so hoche pucher gelesen)
Und wert ir noch ains also clüg,
Ich geb ew diser kunst genüg.
Das vessel ist ain tevelein,
Da schreybt man mit dem griffel ein.
Es sey vol oder ler,
So wigt es geleych schwer.
Das du salig mussest sein!
Das wachs ist von den plumelein,
So ist ausserhalben das holtz.
Das ist ewr retel, maget stoltz.’
 
 712 Wachstafel bearbeiten
 
   Material Wachs
   Kategorie Tafel
   672 Inschrift auf Wachstafel (Schilderung als Antwort auf ein Rätsel) bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik Sonstiges / nicht feststellbar
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
448 V. 17006-17028 Eine Säule zu Ehren des Apollonius wird errichtet bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Ain sewl sy machen hyessen
Von schonem mëssinge,
Groß und nit ze ringe.
Oben auff der sewle saß
Der zucht noch eren nie vergaß,
Der werde kunig von Tyrlant.
Er hette in der rechten hant
Tarsiam dar gegossen.
Di tenche hant hett peslossen
Deß pulianes haupet:
Der red ir mir gelaubet!
An der sewl geschriben was,
Wer da stund und da laß:
’Zu eren dem von Tyrlant,
Appolonio dem weygant,
Ist di sewl gegossen
(Er hatt deß genossen
Das er di mawren an der statt
Und di turne gepessert hat)
Und Tarsiam der weysen,
Der schonen und der preysen.
Zu ainem ewigen lobe
Stend der sewle obe.’
 
 543 Ehrensäule bearbeiten
 
   Material Metall
   Kategorie Architekturelement
   237 Inschrift auf Ehrensäule bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Zu eren dem von Tyrlant,
Appolonio dem weygant,
Ist di sewl gegossen
(Er hatt deß genossen
Das er di mawren an der statt
Und di turne gepessert hat)
Und Tarsiam der weysen,
Der schonen und der preysen.
Zu ainem ewigen lobe
Stend der sewle obe.
422 V. 2077-2091 Lucina, die Königstochter, schreibt ihrem Vater eine Antwort auf ein Wachstäfelchen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat '[...]
Nu hin, ir sult mein pote sein
Zu dem lieben vatter mein.'
Sy nam ain wachs taffelein
Und schraib dar an ir wyderpott
Synniclich und ane spot
Mit vil schonen spruchen:
'Ich wil den scheff pruchen,
Dem das gelucke hat gelogen
Und das wilde mer petrogen.
Wunderstu dan, herre, dich
Das ain junckfrawe zuchten reich
Ane scham geschriben hat?
Here, das ist das wachses tat:
Es sagt dir meinen willen gar
Und schamt sich nicht umb ain har.’
 
 517 Wachstafel bearbeiten
 
   Material Wachs
   Kategorie Tafel
   225 Nachricht auf Wachstafel bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik Sonstiges / nicht feststellbar
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Ich wil den scheffpruchen,
Dem das gelucke hat gelogen
Und das wilde mer petrogen.
Wunderstu dan, herre, dich
Das ain junckfrawe zuchten reich
Ane scham geschriben hat?
Here, das ist das wachses tat:
Es sagt dir meinen willen gar
Und schamt sich nicht umb ain har.
428 V. 2539-2546 Vater der scheintoten Lucina lässt eine Bleitafel anfertigen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Der dote was in das faß geslagen.
Dar umb hieß er langen
Slahen starck eysnen stangen.
Er hieß graben an ein pley
Das ain kunig ir vatter sey,
Und das sy kunigin gewesen wer
Zu Anthiochia an gever,
Und si war Lucina genant.
 
 518 Bleitafel bearbeiten
 
   Material Metall
   Kategorie Tafel
   673 Inschrift auf Bleitafel bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
429 V. 2562-2577 Bleitafel als Beigabe in dem Behältnis, in dem die scheintote Lucina liegt bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Dar zu schraib er an ain pley:
’Wer der selig sey
Der disen doten funde,
Sein trew ich da mit punde:
Deß goldes nem er zehen pfund
(Das tuen ich mit der geschrifft kund),
Mit dem anderen soll werden
Bestättet zu der erden
Der hochgeporen tod leib.
Es sey man oder weib
Der wider dise geschrifft düt,
Dem muß numer kain güt
Noch kain geluck geschehen!
Er werd schier gesehen,
Da er dann niemand hab
Der sy nicht pring zu dem grab!’
 
 519 Bleitafel bearbeiten
 
   Material Metall
   Kategorie Tafel
   226 Inschrift auf Bleitafel bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Wer der selig sey
Der disen doten funde,
Sein trew ich da mit punde:
Deß goldes nem er zehen pfund
(Das tuen ich mit der geschrifft kund),
Mit dem anderen soll werden
Bestättet zu der erden
Der hochgeporen tod leib.
Es sey man oder weib
Es sey man oder weib
Der wider dise geschrifft düt,
Dem muß numer kain güt
Noch kain geluck geschehen!
Er werd schier gesehen,
Da er dann niemand hab
Der sy nicht pring zu dem grab!’
  Arabel (vorm. Willehalm), Ulrich von dem Türlin 2. Hälfte 13. Jh. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Ulrich von de Türlin, Willehalm. Ein Rittergedicht aus der zweiten Hälfte des XIII. Jahrhunderts, hg. v. Samuel Singer (Bibliothek der mittelhochdeutschen Litteratur in Böhmen, Bd. 4), Prag 1893.
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Mittelhochdeutsch
   Entstehungszeit 2. Hälfte 13. Jh.
427 CCLXI,10-19 Zitierte Götterbriefe auf einem Zelt bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat der eine sprach: "iwer beider wesen
in liebe von uns gehoehet sî.
ouch sult ir sîn unminne vrî:
unser gotlîch kraft iu daz gît."
der ander sprach: "diu bî dir lît,
ein wîser sin sî beslieze
sô daz sî minne niht verdrieze.
ir minne habe minne welens gewalt
und êr an manheit ungevalt
in heidenischem prîzen."
 
 514 Zelt bearbeiten
 
   Material Stoff
   Kategorie Architekturelement
   967 Inschrift auf Zelt I bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat iwer beider wesen
in liebe von uns gehoehet sî.
ouch sult ir sîn unminne vrî:
unser gotlîch kraft iu daz gît.
   968 Inschrift auf Zelt II bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat diu bî dir lît,
ein wîser sin sî beslieze
sô daz sî minne niht verdrieze.
ir minne habe minne welens gewalt
und êr an manheit ungevalt
in heidenischem prîzen.
  Aramena I, Anton Ulrich, Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel 1669 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Anton Ulrich Herzog von Braunschweig: Die Durchleuchtige Syrerinn Aramena. 5 Teile. Hofmann und Gerhard, Nürnberg, 1669, 1673 und 1778–80. Umgearbeitet und gekürzt von Sophie Albrecht, 3 Teile, Berlin, 1782–1786. (Der 1. Theil. Das Dritte Buch: Geschichte der Aramena / und beschreybung des Dianen-Tempels zu Ninive)
   Textart Roman (Prosa)
   Sprache Frühneuhochdeutsch
   Entstehungszeit 1669
413 S. 366 Jemand wird beobachtet, wie er ein Gedicht auf einen Baum schreibt bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Eines tags fande sie ihn im Garten / da er in eine Baumrinde etwas schriebe. Als sie ihme lang zugesehen / kame auch ich dazu / und zeigete sie mir ihren Buder von fernen. Selbiger gienge endlich hinweg / ohne uns zu sehen /und hinterliesse seiner schwester die begierde / zu sehen / was er in den baum geschrieben. Sie eilete mit mir dahin / und wir lasen diese reimen:

So will ich doch nicht sprechen:
solt gleich der himmel brechen.
mein reden nůtzet nicht.
Sie soll mir niemals hören /
den hochmut ihr zu mehren /
was meinem sinn gebricht.

Könt' ich selbst meinem herzen
verbergen meine schmerzen /
ich wolt es lassen nicht.
Gar wolt ich mich bemůhen /
selbst aus mir selbst zu ziehen /
was meinem sinn gebricht.

Ob ich im herzen leide:
doch soll sie diese freude
hierdurch geniessen nicht /
daß meine qual mich triebe /
zu sagen / daß ich liebe /
und was dem sinn gebricht.
 
 587 Baum mit Inschrift bearbeiten
 
   Material Holz
   Kategorie Baum
   419 Inschrift in einem Baum bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat "So will ich doch nicht sprechen:
solt gleich der himmel brechen.
mein reden nůtzet nicht.
Sie soll mir niemals hören /
den hochmut ihr zu mehren /
was meinem sinn gebricht.

Könt' ich selbst meinem herzen
verbergen meine schmerzen /
ich wolt es lassen nicht.
Gar wolt ich mich bemůhen /
selbst aus mir selbst zu ziehen /
was meinem sinn gebricht.

Ob ich im herzen leide:
doch soll sie diese freude
hierdurch geniessen nicht /
daß meine qual mich triebe /
zu sagen / daß ich liebe /
und was dem sinn gebricht.
  Arminius II, Daniel Caspar von Lohenstein 1689/90 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Daniel Caspar von Lohenstein: Großmütiger Feldherr Arminius, Zweyter Theil, Leipzig 1690, S. 1093-1308.
   Textart Roman (Prosa)
   Sprache Frühneuhochdeutsch
   Entstehungszeit 1689/90
255 S.1287 Die Marckmänner fällen eine Linde bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Die dazu verordneten Marckmänner thaten keinen Hau in den ersten Baum/ den die Langobarden nicht in ihrer Seele fühlten/und gleichwol stillschweigend verschmerzen mussten. Als der Stamm nun biß an die Helffte durchhauen war/ kriegte der gegen der Elbe hangende Wipfel den Schwang/ und spaltete den holen Schaft der Linde nach der Länge entzwey. Es wurden die Marckmänner hierauf alsbald in beyden zerspaltenen Helften einer Schrifft gewahr/ welche zu lesen sie die Eubagen selbst herzu rufften. Diese fanden alsbald an der gegen den Fluß gefallenen Helffte diese deutliche Worte eingewaschen:
Der Marcomänner Reich wird mit mir fallen und brechen.
An der noch stehenden Helffte aber diese:
Mein Nachtbar und mein Geist den Raub der Freyheit rächen.
 
 582 Innenseiten einer gespaltenen heiligen Linde bearbeiten
 
   Material Holz
   Kategorie Baum
   414 Inschrift auf der Innenseite einer gespaltenen Linde bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik Sonstiges / nicht feststellbar
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat 1. Stammhälfte: "Der Marcomänner Reich wird mit mir fallen und brechen."
2. Stammhälfte: "Mein Nachtbar und mein Geist den Raub der Freyheit rächen."
  Ars Amatoria, Publius Ovidius Naso 1. Jahrhundert v. Chr. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Publius Ovidius Naso: Liebeskunst. Ars Amatoria. Lateinisch-Deutsch, hg. u. übers. v. Niklas Holzberg. 5. Aufl., Berlin 2011.
   Textart Sonstiges
   Sprache Latein
   Entstehungszeit 1. Jahrhundert v. Chr.
816 I, 569-574 (S. 78) Empfehlung, Liebesbotschaften auf den Tisch zu schreiben bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat hic tibi multa licet sermone latentia tecto
dicere, quae dici sentiat illa sibi,
blanditiasque leves tenui perscribere vino,
ut dominam tuam in mensa se legat illa tuam,
[…].

Hier darfst du gar manches in doppeldeutiger Sprache
sagen, was - sie soll dies spüren - zu ihr du nur sagst,
und darfst Schmeicheleien schreiben mit wenigem Weine,
dass auf dem Tische sie liest: Deine Gebieterin ist sie;
[…].
 
 1481 Tisch bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Mobiliar
817 II, 493-502 (S.132) Inschrift an Apollos Tempel bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat haec ego cum canerem, subito manifestus Apollo
movit inquratae pollice fila lyrae.
in manibus laurus, sacris induta capillis
laurus erat: vates ille videndus adit.
is mihi "lascivi" dixit "praeceptor Amoris,
duc age discipulos ad mea templa tuos,
est ubi diversum fama celebrate per orbem
littera, cognosci quae sibi quemque iubet.
qui sibi notus erit, solus sapienter amabit
atque opus ad vires exiget omne suas.

Während ich dies noch sang, erschien mir plötzlich Apollo;
Saiten der Lyra aus Gold schlug mit dem Daumen er an.
Lorbeer schmückte die Hände, er trug in den heiligen Haaren
Lorbeer: Deutlich zu sehen kommt zu den Dichtern er her,
Dieser sagte zu mir: "Du Lehrer des lockeren Amor,
deine Schüler, wohlan, führe zum Tempel mir her,
wo die Inschrift steht, die, berühmt rings über den weiten
Erdkreis, "Erkenne dich selbst!" jeglichen Menschen befiehlt.
Wer sich selber erkennt, nur der wird lieben mit Weisheit,
wird, was immer er tut, anpassen eigener Kraft.
 
 1482 Tempel des Apollo bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Architekturelement
   1528 »Erkenne dich selbst!"-Inschrift bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache Latein
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
818 III, 625f. (S. 200) Liebesbotschaft auf dem Rücken einer Freundin bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat caverit haec custos, pro charta conscia tergum
praebeat inque suo corpore verba ferat.

Passt der Wächter auch hier auf, ersetz´den Papyrus durch ihren
Rücken die Mitwisserin, trage die Worte am Leib.
 
 1483 Rücken bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Körper
819 III, 809-812 (S. 214) Epilog, Aufforderung zum Schreiben auf die »Beute« bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat lusus habet finem:cycnis descendere tempus,
duxerunt collo qui iuga nostra suo.
ut quondam iuvenes, ita nunc, mea turba, puellae
inscribant spoliis "Naso magister erat".


Nun hat ein Ende das Spiel: Es ist Zeit, dass vom Schwanengespann ich
steig, das unser Joch trug auf dem Nacken bis hier.
Schreiben, wie einst die Männer, soll meine Schar, die der Mädchen,
auf die Beute nunmehr: "Dies hat mich Naso gelehrt".
 
 1484 »Beute« bearbeiten
 
   Material Haut
   Kategorie Körper
   1529 Inschrift der Mädchen auf ihrer »Beute« bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache Latein
   Zitat Naso magister erat
  Atlamál in groenlenzco (der Liederedda) 12. bis 13. Jh. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Edda. Die Lieder des Codex regius nebst verwandten Denkmälern. I. Text. Hg. von Gustav Neckel. 4., umgearbeitete Auflage von Hans Kuhn. Heidelberg 1962, 248-263
   Textart Edda & eddische Dichtung
   Sprache altnordische Sprache
   Entstehungszeit 12. bis 13. Jh.
866 Str. 4-13 Gudrun will ihre Brüder vor der Einladung ihres Mannes warnen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Rúnar nam at rísta; / rengði þær Vingi / – fárs var hann flýtandi –, / áðr hann fram seldi. / Fóro þá síðan / sendimenn Atla / um fiörð Lima, / þar er froecnir bioggo.

Ölværir urðo / oc elda kyndo; / hugðo vætr véla, / er þeir vóro komnir; / tóco þeir fórnir, / er þeim fríðr sendi, / hengðo á súlo; / hugðot þat varða.

Kom þá Kostbera / – kvæn var hon Högna –, / kona kapps gálig, / oc kvaddi þá báða; / glöð var oc Glaumvör, / er Gunnarr átti, / fellzcat saðr sviðri, / sýsti um þörf gesta.

Buðo þeir heim Högna, / ef hann þá heldr fœri; / sýn var svipvísi, / ef þeir sín gæði; / hét þá Gunnarr, / ef Högni vildi, / Högni því nítti, / er hinn um réði.

Báro miöð mærar, / margs var allz beini, / fór þar fiölð horna, / unz þótti fulldruccit.

Hiú gørðo hvílo, / sem þeim hoegst þótti. / Kend var Kostbera, / kunni hon scil rúna, / inti orðstafi / at eldi liósom: / gæta varð hon tungo / í góma báða: / vóro svá viltar, / at var vant at ráða.

‘Heiman gøriz þú, Högni: / hyggðu at ráðom! / Fár er fullrýninn; / far þú í sinn annat! / Réð ec þær rúnar, / er reist þín systir: / biört hefir þér eigi / boðit í sinn þetta.

Eitt ec mest undromc / – mácat ec enn hyggia –, / hvat þá varð vitri, / er scyldi vilt rísta; / þvíat svá var [á ví]sat, / sem undir væri / bani yccarr beggia, / ef it brálla kvæmið; / vant er stafs vífi, / eða valda aðrir.’

‘Allar ro illúðgar,’ kvað Högni, / ‘áca ec þess kynni, / vilca ec þess leita, / nema launa eigim; / occr mun gramr gulli / reifa glóðrauðo; / óomc ec aldregi, / þótt vér ógn fregnim.’


Runen ritzte sie; / es verfälschte sie Vingi / – des Unheils Förderer war er –, / bevor er sie übergab. / Es reisten dann / die Sendboten Atlis / über den Limfjord, / dorthin, wo die Kühnen wohnten.

Sie waren sehr gastlich / und zündeten Feuer an; / sie dachten nicht an Betrug, / als jene gekommen waren; / sie nahmen die Geschenke, / die ihnen der Prächtige sandte, / hängten sie an die Säule; / dachten nicht, daß es von Bedeutung sei.

Da kam Kostbera / – sie war Högnis Frau –, / eine sehr aufmerksame Frau, / und begrüßte die beiden; / heiter war auch Glaumvör, / die Gunnar zur Frau hatte, / Anstand fehlte der Klugen nicht, / sie bemühte sich um die Bedürfnisse der Gäste.

Sie luden Högni ein, / wenn er [Gunnar] dann lieber käme; / sichtbar war die Falschheit, / wenn sie sich nur vorgesehen hätten; / da versprach es Gunnar, / wenn Högni es wollte, / Högni lehnte das ab, / was jener entscheiden würde.

Die Trefflichen trugen Met auf, / sehr reichlich war die Bewirtung, / eine Menge Hörner wanderte, / bis genug getrunken schien.

Die Eheleute bereiteten das Bett, / wie es ihnen am bequemsten erschien. / Kundig war Kostbera, / sie konnte Runen verstehen, / sie sagte die Wortstäbe her / am hellen Feuer: / sie mußte die Zunge hüten / zwischen beiden Kiefern: / sie [d.h. die Runen] waren so verworren, / daß es schwer war, sie zu deuten.

‘Du machst dich von zu Hause auf, Högni: / Sinne auf Rat! / Kaum einer ist vollständig runenkundig; / fahr du ein andermal! / Ich las die Runen, / die deine Schwester ritzte: / Die Lichte hat dich nicht / eingeladen dieses Mal.

Über eins wundere ich mich am meisten / – ich vermag es mir noch nicht vorzustellen –, / was da der Verständigen geschah, / daß sie wirr geritzt haben sollte; / denn so war [angedeutet], / als ob dahinter stecke / euer beider Tod, / wenn ihr schnell kämt; / der Frau fehlt es an einem [Runen ]Stab, / oder andere haben es bewirkt.

‘Alle [Frauen] sind argwöhnisch,’ sagte Högni, / ‘ich habe nicht diese Wesensart, / ich will nicht so etwas suchen, / es sei denn, wir hätten etwas zu vergelten; / uns beide wird der Fürst mit Gold, / glutrotem, beschenken; / ich fürchte mich niemals, / auch wenn wir Furchtbares erfahren mögen.’

 
  Bartkrieg, Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen 1675 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von: Bartkrieg. In: Ders.: Simplicianische Schriften. Nach dem Text der Erstdrucke herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Alfred Kelletat. München 1958, S. 687-708.
   Textart Roman (Prosa)
   Sprache Frühneuhochdeutsch
   Entstehungszeit 1675
241 S. 692 Mit welcher Farbe man Tage im Kalender markiert bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Wir haben noch heutigen Tages im Brauch, in den Kalendern die hohen Fest- und Feier-, wie auch die glückseligen Tage und andere merkwürdige Sachen mit rot, die gemeinen schlechten und unglückseligen Tage aber nur mit schwarzer Farb zu zeichnen.
 
 590 Kalender bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Mobiliar
   620 Farbliche Markierung von Kalendertagen bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Farbe
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
242 S. 700 Grabschrift des Friedrich Barbarossa bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Was er in Italia für tapfere Taten getan, ist allen Belesenen bekannt, wessentwegen ihn denn die Italiener nicht allein aus Haß so nachbenamet, sondern auch wie Carius schreibet, ihm nach Leib und Leben gestellet, wie sie ihm denn ein Wässerlein in Armenia, darin der Kaiser gebadet, vergiften lassen, wovon er gestorben, und in Tyro begraben worden, dessen Grabschrift also lautet:
Si probitas, sensus, numismaque copia census,
Nobilitas orti, possent obsistere morti,
Non erat extinctus Fridericus, qui jacet intus.
Laut kürzlich auf teutsch also:
Wenn Frommkeit, auch Vernunft und Sinn,
Ja Adel, Rent und Gült dazu
Des Tods Gewalt von uns nähm hin,
So hätt Friedrich nicht hier sein Ruh.
 
 591 (vermutlich) Grabtafel bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Tafel
   422 Inschrift auf Grabstein bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache Latein
   Zitat Si probitas, sensus, numismaque copia census,
Nobilitas orti, possent obsistere morti,
Non erat extinctus Fridericus, qui jacet intus.
  Beowulf etwa 8. Jhd. bis 10. Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Beowulf and the fight at Finnsburg Hrsg.: Klaeber, Friedrich Verlagsort: London [u.a.] Verlag: Heath E-Jahr: 1922
   Textart Epos
   Sprache Altenglisch
   Entstehungszeit etwa 8. Jhd. bis 10. Jhd.
912 Verse 1687-1698 Hroðgar bewundert das Schwert der Riesen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Hroðgar maðelode--- hylt sceawode,
ealde lafe, on ðæm wæs or writen
fyrngewinnes, syðþan flod ofsloh,
gifen geotende, giganta cyn
(frecne geferdon); þæt wæs fremde þeod
ecean dryhtne; him þæs endelean
þurh wæteres wylm waldend sealde.
Swa wæs on ðæm scennum sciran goldes
þurh runstafas rihte gemearcod,
geseted ond gesæd hwam þæt sweord geworht,
irena cyst, ærest wære,
wreoþenhilt ond wyrmfah.
 
 1582 Schwertheft bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Waffe
   4711 Inschrift auf Schwertheft bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  Brut, Layamon spätes 12. bis Anfang 13. Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Brut von Layamon vol. 1-2 (von British Museum Ms. Cotton Caligula A.IX) Hrgs. von G.L. Brooks u. R.F. Leslie London u. New York: Early English Text Society (Oxford University Press), 1963-1978, Original Series 250, 277.
   Textart Epos
   Sprache Mittelenglisch
   Entstehungszeit spätes 12. bis Anfang 13. Jhd.
921 Verse 3804-3816 Nennius wird mit dem Schwert Julius Caesars begraben bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Nu þu miht iheren sulke[ð] word þe king nom þat ilke sweorde.
þat Nennius his broðer biwan; of Iulius Cesare.
and læide hit bi his broðer; þat hit his bone weore.
Wæs þe stelene brond; swiðe brad & swiðe long.
þer-on weoren igrauen; feole cunne boc-stauen.
æ ðere hilte wes igrauen;
þat þa sweord wes i-cleoped. inne Rome Crocia Mors;
swa þat sweord hæhte. for hit hauede muchele mahte;
Þer-mide þe keisere. þrætede ælches londes here;
for nas næuere þe ilke bern. þe auere i-boren weoren;
þat of þen ilke sweorde. enne swipe hefde;
þat he of his likame. lette ænne drope blod;
þat he nes sone dæd. neore he noht swa dohti;
 
 1590 Schwert namens Crocia Mors bearbeiten
 
   Material Metall
   Kategorie Waffe
   4756 Der Namen des Schwertes bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache Latein
   Zitat Crocia Mors
922 Verse 4965-4974 Maurius lässt einen Stein aufstellen, der von seinem Sieg berichtet bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Þer dude Maurius þe king. a wel swuðe sællech þing;
uppen þen ilke stude. þer he Rodric uor-dude;
he lette a-ræren anan. enne swuðe sælcuð stan;
he lette þer-on grauen. sælcuðe run-stauen;
hu he Rodric. of-sloh. & hine mid horsen to-droh;
& hu he þa Peohtes. ouer-com mid his fæhtes;
Vp he sette þæne stan. ȝet he þer stondeð;
swa he deð al swa longe. swa þa woreld stondeð.
Nome him scupte þe king; & hehte þene stan West-mering.
a muchel dæl londes; þe þer lið abuten.
 
 1591 Stein mit Runen bearbeiten
 
   Material Stein
   Kategorie
   4763 Bericht des Triumphs über Rodric und die Picten bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  Canticum de Creatione spätes 14. Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Sammlung altenglischer Legenden größtentheils zum ersten Male herausgegeben. Hrsg/Ed: Horstmann, Carl. Heilbronn: Henninger, 1878
   Textart 0
   Sprache Mittelenglisch
   Entstehungszeit spätes 14. Jhd.
1039 Verse 897-912; 931-949 Eva befehlt Seth ihre u. Adams Geschichte auf zwei Tafeln-- eine aus Stein u. eine aus Ton--zu schreiben. Salamon erfährt das ein Engel Seth bei dieser Aufgabe geholfen hat. bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Tho sixe dayes were gon,
Eve to Seth thus gan seye:
‘Take & make tables tweye
Of al oure lyf anon,

Tweye of erthe & tweye of ston;
Writ theron oure lyf anon
That we have had here
For longe er domesday falle
This worlde shel ben fordon alle,
By water or by fere,

Gif it be by water fordon,
Thanne shollen the tables of ston
Lasten, withouten lye;
Gif it thorghe fer be broght to nought,
Thanne the tables of erthe wroght
Lasten sikerly.’

Tho wroghte Seth his moderes will:
And the tables gan fulfil
With dede & with thought
Salamon, the wyse man,
Fond the tables longe after than.
And he god bysought

To shewen him withouten mys
What bytokeneth the tablys
Or who that them sought;
God tho sente him his angel
And tolde him al fayre & wel
How that they were wroght

And what tokne that it was
And tho archilaykas
Salamon ded hem call—
That is to seyn: withoute travaylle
And withouten wit saunfayle
Seth wrot hem alle:

For an angel held his hond right.
 
 1714 Ton u. Stein Tafeln mit Erzählung vom Sündenfall bearbeiten
 
   Material Ton (gebrannt)
   Kategorie Tafel
   5533 Die Geschichte vom Sündenfall bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung magisch
   Dynamik statisch
   Textreferenz
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben)
  Cleanness, Pearl-poet, ca. 14.Jh spätes 14. Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Purity, a Middle English poem Hrsg/Ed. Menner, Robert James. New Haven: Yale University Press, 1920.
   Textart Didaktisches Werk
   Sprache Mittelenglisch
   Entstehungszeit spätes 14. Jhd.
998 V. 1529-1549; 1725-1740 Balthasars Fest und die Schrift auf der Wand bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat For þer a ferly bifel þat fele folk seȝen—
Fyrst knew hit þe kyng, and alle þe cort after:
In þe palays pryncipale upon þe playn wowe,
In contrary of þe candelstik þat clerest hit schyned,
Þer apered a paume, wyth poyntel in fyngres,
Þat watz grysly and gret, and grymly he wrytes;
Non oþer forme bot a fust faylande þe wryste,
Pared on þe parget, purtrayed lettres.
When þat bolde Baltazar blusched to þat neve,
Such a dasande drede dusched to his hert,
Þat al falewed his face and fayled þe chere;
Þe stronge strok of þe stonde strayned his joyntes,
His cnes cachches to close, and cluchches his hommes,
And he wyth plattyng his paumes displayes his lers,*.
And romyes as a rad ryth þat rorez for drede,
Ay biholdand þe honde til hit hade al graven,
And rasped on þe roȝ woȝe runisch sauez.
When hit þe scrypture hade scraped wyth a s[c]rof penne,
As a coltor in clay cerves þo forȝes,
Þenne hit vanist verayly and voyded of syȝt; Bot þe lettres bileved ful large upon plaster.
...
'Þise ar þe wordes here wryten, wythoute werk more,
By uch fygure, as I fynde, as oure Fader lykes:
Mane, Techal, Phares, merked in þrynne;
Þat þretes þe of þyn unþryfte upon þre wyse.
Now expowne þe þis speche spedly I þenk:
Mane menes als much as, maynful Gode
Hatz counted þy kyndam bi a clene noumbre,
And fulfylled hit in fayth to þe fyrre ende.
To teche þe of Techal, þat terme þus menes:
Þy wale rengne is walt in weȝtes to heng,
And is funde ful fewe of hit fayth-dedes.
And Phares folȝes for þose fawtes, to frayst þe trawþe;
In Phares fynde I forsoþe þise felle saȝes:
Departed is þy pryncipalte, depryved þou worþes,
Þy rengne rafte is þe fro, and raȝt is þe Perses,
Þe Medes schal be maysteres here, and þou of menske schowved.'
 
 1665 Wand mit wunderbarer Schrift bearbeiten
 
   Material Gips
   Kategorie Architekturelement
   5384 Gottes Inschrift auf der Wand bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. 0
   Anbringung magisch
   Dynamik Sonstiges / nicht feststellbar
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Mane, Techal, Phares
  Clemens saga spätes 12. oder frühes 13. Jh. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Clemens Saga. The Life of St Clement of Rome. Ed. and translated by Helen Carron, London 2005
   Textart Saga
   Sprache altnordische Sprache
   Entstehungszeit spätes 12. oder frühes 13. Jh.
857 Kap. 8, S. 50f. Inschrift auf dem Sarg von St. Clemens bestimmt dessen Verbleib im Meer bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Ok fellu þeir þar allir til iarþar ok böþu lítillátliga Guþ at þeir knætti siá líkama ins sæla Clemens páfa. En þá gerþusk þær iarteinir inar hvarmiklu at særinn fell út frá landi of þriár mílur, ok þá gengu kristnir þar eptir meþ lofi ins hæsta Guþs. Ok veitti Guþ heilagr lýþ sínum þurra götu unz þeir kómu at musteri miklu ok ítarligu harþla þvíat englar Guþs höfþu gert ýr marmaragrióti. Þeir gengu inn í musteri þat ok dýrkuþu þann Guþ es þeim veitti [þat] firir verþleik ok dýrþ sanna Clemens páfa ok firir bœnir hans lærisveina at þ[eir] fundu þar líkama Clemens páfa, ok lagþan í nýia steinþró ok akkeri þar hiá honum lagit niþr hiá altari. Ok þær rúnar fundusk á steinþró páfans at þeir tœki hann eigi á braut þaþan, því at svá myklu mest dýrþ [var] þessum inum ítarliga Guþs vin veitt at greftri ok at þiónustu sanctorum engla almáttigs Guþs sem nú má heyra. Ok þær iarteinir gerask þar á hveriu ári of hótíþ Clemens páfa at sær fellr út af landi ok veitir Guþ heilagr þar þurra götu at ganga til Clemens viku alla í samt. Firir verþleik Clemens gefr Guþ þá miskunn mönnum til hiálpar sér at þeir dýrki þar Guþ í þeim staþ ok inn helga Clemens páfa.

Und sie fielen alle zu Boden und baten Gott demütig darum, dass sie den Körper des gesegneten Papstes Clemens sehen könnten. Und dann ereigneten sich die sehr großen Wunder, dass die See sich drei Meilen vom Land zurückzog und die Christen gingen hinterher mit dem Lob des höchsten Gottes [= und lobten den höchsten Gott]. Und der heilige Gott gewährte seinem Volk einen trockenen Weg bis sie zu einem großen und sehr prächtigen Tempel kamen, den Gottes Engel aus Marmorstein gemacht hatten. Sie gingen hinein in diesen Tempel und priesen jenen Gott, der ihnen das gewährte wegen der Verdienste und der wahren Herrlichkeit des Papstes Clemens und wegen der Gebete seiner Schüler, dass sie dort den Körper von Papst Clemens fänden, und zwar in einem neuen Steinsarg, und einen Anker daneben gelegt, bei dem Altar. Und diese Runen befanden sich auf dem Steinsarg des Papstes, dass sie ihn nicht von dort fortbringen sollten, weil diese überaus große Ehre jenem ausgezeichneten Freund Gottes an seinem Grab und durch den Dienst der heiligen Engel des allmächtigen Gottes gewährt würde, wie man nun hören kann. Und diese Wunder ereignen sich dort jedes Jahr zum Fest des Papstes Clemens, dass die See sich vom Land zurückzieht und der heilige Gott dort die ganze Woche einen trockenen Weg gewährt um zu Clemens zu gehen. Um der Verdienste Clemens willen erweist Gott da Barmherzigkeit den Menschen zur Hilfe, dass sie dort an jenem Ort Gott preisen und den heiligen Papst Clemens.
 
 1537 Marmorsarg bearbeiten
 
   Material Marmor
   Kategorie Grab
   1865 Runen über Verbleib des Sargs bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  Confessio Amantis, John Gower spätes 14. Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Gower, John. Confession Amantis, Book 4. Hrsg/Ed.: Russell Peck. Trans. Andrew Galloway. Kalamazoo, Michigan: Medieval Institute Press, 2013. http://d.lib.rochester.edu/teams/publication/peck-gower-confessio-amantis-volume-2
   Textart Traumallegorie
   Sprache Mittelenglisch
   Entstehungszeit spätes 14. Jhd.
980 4. 3652-3684 Iphis und die versteinerte Araxarathen werde zusammen im Venustempel begraben bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat To Salamyne the cité
Thei lede, and carie forth withal
The dede corps, and sein it schal
Beside thilke ymage have
His sepulture and be begrave:
This corps and this ymage thus
Into the cité to Venus,
Wher that goddesse hire temple hadde,
Togedre bothe tuo thei ladde.
This ilke ymage as for miracle
Was set upon an hyh pinacle,
That alle men it mihte knowe,
And under that thei maden lowe
A tumbe riche for the nones
Of marbre and ek of jaspre stones,
Wherin this Iphis was beloken,
That evermor it schal be spoken.
And for men schal the sothe wite,
Thei have here epitaphe write,
As thing which scholde abide stable.
The lettres graven in a table
Of marbre were and seiden this:
'Hier lith, which slowh himself, Iphis,
For love of Araxarathen:
And in ensample of tho wommen,
That soffren men to deie so,
Hire forme a man mai sen also,
Hou it is torned fleissh and bon
Into the figure of a ston.
He was to neysshe and sche to hard.
Be war forthi hierafterward;
Ye men and wommen bothe tuo,
Ensampleth you of that was tho.'
 
 1647 Iphis' und Araxarathens Grab bearbeiten
 
   Material Marmor
   Kategorie Grab
   5358 Das Eptaph von Iphis u. Araxarathen bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. 0
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz
   Sprache
   Zitat 'Hier lith, which slowh himself, Iphis,
For love of Araxarathen:
And in ensample of tho wommen,
That soffren men to deie so,
Hire forme a man mai sen also,
Hou it is torned fleissh and bon
Into the figure of a ston.
He was to neysshe and sche to hard.
Be war forthi hierafterward;
Ye men and wommen bothe tuo,
Ensampleth you of that was tho.'
981 5.3576-3592 Medea gibt Jason ein magisches Bildnis bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat ...sche him tauhte
What sacrifise he scholde make;
And gan out of hire cofre take
Him thoughte an hevenely figure,
Which al be charme and be conjure
Was wroght, and ek it was thurgh write
With names, which he scholde wite,
As sche him tauhte tho to rede;
And bad him, as he wolde spede,
Withoute reste of eny while,
Whan he were londed in that yle,
He scholde make his sacrifise
And rede his carecte in the wise
As sche him tauhte, on knes doun bent,
Thre sithes toward orient;
For so scholde he the goddes plese
And winne himselven mochel ese.
 
 1648 Magisches Bildnis von Medea bearbeiten
 
   Material 0
   Kategorie Statue / Statuette
   5359 Magische Namen auf dem Bildnis bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung magisch
   Dynamik statisch
   Textreferenz
   Sprache
   Zitat
982 5.5770-5776 Philomela webt einen Bildteppich, um ihre Vergewaltigung zum Ausdruck zu bringen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Sche waf a cloth of selk al whyt
With lettres and ymagerie,
In which was al the felonie
Which Tereus to hire hath do;
And lappede it togedre tho
And sette hir signet therupon
And sende it unto Progné anon.
 
 1649 Philomelas seidener Bildteppich bearbeiten
 
   Material Stoff
   Kategorie Teppich
   5360 Philomelas Aussage gegen Tereus bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Textil
   Anbringung gewebt
   Dynamik statisch
   Textreferenz
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
983 5.7017-7025 Schrift auf Balthazars Wand bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat The thridde, which was after schamed,
Was Nabugodonosor named,
And he Jerusalem putte under,
Of Sacrilegge and many a wonder
There in the holi temple he wroghte,
Which Baltazar his heir aboghte,
Whan Mane, Techel, Phares write
Was on the wal, as thou miht wite,
So as the Bible it hath declared.
 
 1650 Wand mit magischer Schrift bearbeiten
 
   Material 0
   Kategorie Architekturelement
   5361 Magische Schrift erscheint auf Balthazars Wand bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung magisch
   Dynamik Sonstiges / nicht feststellbar
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Mane, Techel, Phares
984 6.1342-1350 Der Liebende als Necromantiker bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat In many a sondry wise he fondeth:
He makth ymage, he makth sculpture,
He makth writinge, he makth figure,
He makth his calculacions,
He makth his demonstracions;
His houres of astronomie
He kepeth as for that partie
Which longeth to th'inspeccion
Of love and his affeccion;
 
 1651 Objekte zum Gebrauch im Rahmen eines Liebeszaubers bearbeiten
 
   Material 0
   Kategorie
   5362 Magische inschrift bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik Sonstiges / nicht feststellbar
   Textreferenz
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
985 6.1957-1967 Nectanabus macht ein Bildnis von Olympia, König Alexanders Mutter bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat And thurgh the craft of artemage
Of wex he forgeth an ymage.
He loketh his equacions
And ek the constellacions,
He loketh the conjunccions,
He loketh the recepcions,
His signe, his houre, his ascendent,
And drawth fortune of his assent:
The name of queene Olimpias
In thilke ymage write was
Amiddes in the front above.
 
 1652 Das Bildnis Olympias bearbeiten
 
   Material Wachs
   Kategorie Statue / Statuette
   5363 Olympias Name as Zauber bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
986 8.1523-1540 Dionise errichtet ein Scheingrab für Apollonius' Tochter, Thaise bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat [She] made a gret enterrement;
And for the poeple schal be blent,
Of Thaise as for the remembrance,
After the real olde usance
A tumbe of latoun noble and riche
With an ymage unto hir liche
Liggende above therupon
Thei made and sette it up anon.
Hire epitaffe of good assisse
Was write aboute, and in this wise
It spak: "O yee that this beholde,
Lo, hier lith sche, the which was holde
The faireste and the flour of alle,
Whos name Thaisis men calle.
The king of Tyr Appolinus
Hire fader was: now lith sche thus.
Fourtiene yer sche was of age,
Whan deth hir tok to his viage."
 
 1653 Thaises Scheingrab bearbeiten
 
   Material Metall
   Kategorie Grab
   5364 Epitaph auf Scheingrab bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz
   Sprache
   Zitat "O yee that this beholde,
Lo, hier lith sche, the which was holde
The faireste and the flour of alle,
Whos name Thaisis men calle.
The king of Tyr Appolinus
Hire fader was: now lith sche thus.
Fourtiene yer sche was of age,
Whan deth hir tok to his viage."
987 8.2902-20907 Die Göttin Venus gibt John Gower einen Rosenkranz bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Bot sche, that wolde make an ende,
As therto which I was most able,
A peire of bedes blak as sable
Sche tok and heng my necke aboute;
Upon the gaudes al withoute
Was write of gold, Por reposer.
 
 1654 Rosenkranz bearbeiten
 
   Material 0
   Kategorie Schmuck
   5365 Inschriftliche Ermahnung auf einem Rosenkranz bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Gold
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz
   Sprache Französisch, alt (842-ca. 1400)
   Zitat Por reposer
  Continuatio Simplicissimi, Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen 1669 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Continuation des abentheuerlichen Simplicissimi, in: Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch und Continuatio des abentheuerlichen Simplicissimi. 2., durchgesehene und erweiterte Auflage. Hg. von Rolf Tarot. (Grimmelshausen. Gesammelte Werke in Einzelausgaben) Tübingen 1984.
   Textart Roman (Prosa)
   Sprache Frühneuhochdeutsch
   Entstehungszeit 1669
715 S. 561. Drei Kreuze werden errichtet bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat […] er gieng in solchem Eyfer auch gleich hin und hoerete nicht auff zu arbeiten / biß er die drey Creutz verfertigt hatte / darvon wir eins am Strandt deß Meers und die andere zwey jedes besonder auff die hoechste Gipffel deß Gebuergs mit folgender INSCRIPTION auffrichteten.

GOtt den Allmaechtigen zu ehren und den Fein deß Menschlichen Geschlechts zu Vertruß / hat SIMON MERON von Listaben auß Portugal mit Rath und Hilff seines getreuen Freunds SIMPLICI SIMPLICISSIMI eines hochteutschen / diß Zeichen deß Leydens unsers Erloesers / auß Christlicher Wolmeinung verfertigt und hieher auffgerichtet.
 
 608 Drei Kreuze bearbeiten
 
   Material Holz
   Kategorie
   432 Inschrift auf Kreuzen bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat GOtt den Allmaechtigen zu ehren und den Fein deß Menschlichen Geschlechts zu Vertruß / hat SIMON MERON von Listaben auß Portugal mit Rath und Hilff seines getreuen Freunds SIMPLICI SIMPLICISSIMI eines hochteutschen / diß Zeichen deß Leydens unsers Er
716 S. 565 Simplicissimus begräbt einen Kameraden bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat [...] ich begrub ihn so gut ich konnte / und in dem ich deß Menschlichen Wesen Unbeständigkeit und anders mehr betrachtete / machte ich ihm folgende Grabinschrift.
Daß ich hier: und nicht ins Meer bin worden begraben /
Auch nit in d'Höll; acht daß umb mich gestritten haben /
Drey Ding! das erste der wüthende OCEAN!
Das zweit: der grausamb Feind! der höllische SATHAN;
Diesen entranne ich durch GOttes Hülff auß mein Nöthen
Aber vom Palmwein / dem dritten / ließ ich mich tödten.
 
 607 (vermutlich) Grabtafel bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Tafel
   431 Grabinschrift bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Daß ich hier: und nicht ins Meer bin worden begraben /
Auch nit in d'Höll; acht daß umb mich gestritten haben /
Drey Ding! das erste der wüthende OCEAN!
Das zweit: der grausamb Feind! der höllische SATHAN;
Diesen entranne ich durch GOttes Hülff auß mein Nöthen
Aber vom Palmwein / dem dritten / ließ ich mich tödten.
203 S. 572f Beschreibung von Bibelsprüchen auf Bäumen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat [...] alle Bäum / die von Art eine glatte Rinden trugen / hatte er mit Biblischen und anderen schönen Sprüchen gezaichnet [...]; wo aber keine gantze Sprüche stunden / da befanden sich wenigist die 4. Buchstaben der Uberschrifft Christi am Creutz | als INRI oder der Nahmen JESU und Mariae [...]; da stund memento mori auff Latein; dorten Ieschua Hansorum Melech Haichudim auff Hebreisch / an einem andern Ort dergleichen etwas auff griechisch / teutsch / arabisch oder malaisch (welche Sprach durch gantz Indien gehet) zu keinem anderen Ende / als sich der Himmlischen Göttlichen Dinge dabey Christlich zuerinnern.
 
 606 Bäume auf einer Insel bearbeiten
 
   Material Holz
   Kategorie Baum
   430 Sprüche auf Bäumen bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache Latein
   Zitat INRI /
Jesus /
Maria /
memento mori /
Ieschua Hansorum Melech Haichudim /
und weitere, ungenannte Sprüche
  Continuationen des Simplicissimus, Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen 1675 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von: Continuationen des Simplicissimus. In: Ders.: Simplicianische Schriften. Nach dem Text der Erstdrucke herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Alfred Kelletat. München 1958, S. 541-580.
   Textart
   Sprache Frühneuhochdeutsch
   Entstehungszeit 1675
238 S. 549f. Kauf eines neuen Kalenders bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Wie mein Herr Buchdrucker vom Geld hörete, war er nicht unbehend, brachte einen andern Tritt, stieg hinauf und langte mir ein Dutzend nach dem andern unterschiedlicher ganz neuer Kalender herunter, die noch nicht lange von der Presse gekommen zu sein schienen. Sie gefielen mir alle sehr wohl, weil ich in einem Feld, welches mit roter Schrift gesetzt war, viel herrliche Sachen aufgezeichnet erblickte.
 
 593 Kalender bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie
   613 Rote Schrift in einem Kalender bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Farbe
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik Sonstiges / nicht feststellbar
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
239 S. 559 Nicht genügend würdige Materie um Reiseerlebnisse zu notieren bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Was mir aber auf derselbigen Reise so hie, so da, so dort für seltsame Fäll begegnet, dazu wären mir zwo Elefantenhäut, geschweige dieser Kalender solche zu beschreiben nicht genugsam.
 
 594 Elefantenhäute bearbeiten
 
   Material Pergament
   Kategorie
   612 Reisebericht auf Elefantenhäuten bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
 600 Kalender bearbeiten
 
   Material Papier
   Kategorie
   611 Reisebericht im Kalender bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
  Daniel 11. Jhd. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition The Junius Manuscript Hrgs. George Philip Krapp Verlagsort: New York Verlag: Columbia University Press Jahr: 1931
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Altenglisch
   Entstehungszeit 11. Jhd.
913 Verse 717-740 Balthazzar sieht die Schrift an der Wand bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Him þæt tacen wearð þær he to starude,
egeslic for eorlum innan healle,
þæt he for leodum ligeword gecwæð,
þa þær in egesan engel drihtnes
let his hand cuman in þæt hea seld,
wrat þa in wage worda gerynu,
baswe bocstafas, burhsittendum.
ða wearð folctoga forht on mode,
acul for þam egesan. Geseah he engles hand
in sele writan Sennera wite.
þæt gyddedon gumena mænigeo,
hæleð in healle, hwæt seo hand write
to þam beacne burhsittendum.
Werede comon on þæt wundor seon.
Sohton þa swiðe in sefan gehydum,
hwæt seo hand write haliges gastes.
Ne mihton arædan runcræftige men
engles ærendbec, æðelinga cyn,
oðþæt Daniel com, drihtne gecoren,
snotor and soðfæst, in þæt seld gangan.
ðam wæs on gaste godes cræft micel,
to þam ic georne gefrægn gyfum ceapian
burhge weardas þæt he him bocstafas
arædde and arehte, hwæt seo run bude.
 
 1583 Wand bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Architekturelement
   4713 Inschrift auf der Wand bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik Sonstiges / nicht feststellbar
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  Daniel von dem Blühenden Tal, Der Stricker um 1225/1230 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Der Stricker: Daniel von dem Blühenden Tal. Ein Artusroman, hg.von Gustav Rosenhagen (Germanistische Abhandlungen 9) Breslau 1894.
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Mittelhochdeutsch
   Entstehungszeit um 1225/1230
395 V. 2423-2427 Beschreibung des Inneren eines verwaisten Zeltes bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat her Daniel sach umbe sich.
daz gezelt was sô wunneclich
gemâlt und geschriben,
daz er dâ gerne wære bliben,
unz er enbizzen wære.
 
 758 Innere Seite der Zeltwände bearbeiten
 
   Material Stoff
   Kategorie Architekturelement
   712 Beschriebenes und bemaltes Zelt bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung mit Flüssigkeit aufgetragen/geschrieben/gemalt
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
396 V. 3542-3547 Schreibermetapher für Kämpfer bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Sie wâren alle viere
tiurlîche schrîbære.
ir griffel wâren swære,
si schriben solhe buochstabe,
daz sie niemer nieman abe
mohte geweschen noch geschaben.
 
37 V. 613-632 Bildliche Darstellungen mit Beischriften auf mit Goldarbeit geschmückten Burgen im Wunderland Maturs bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat swaz ir dâ geligen mac,
daz weret êwigen tac,
sie bindent ez sô vaste,
daz ez von deheiner laste
niemer mac gewîchen,
(dem kunde niht gelîchen,
der site ist dâ der beste)
und setzent darûf feste
beide von marmelsteine
und ouch von helfenbeine.
sie legent darane wunder,
von golde darunder
manegen list wæhe;
ez enwart nie werk sô spæhe
von vogelen und von tieren,
strîten und turnieren,
tanzen unde schouwen,
höveschen zuo den frouwen:
daz ist daran ergraben,
getiutet mit den buochstaben.
 
 759 (vermutlich) Wände der Burgen bearbeiten
 
   Material Stein
   Kategorie Architekturelement
   713 Bemalte Burgwände bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Gold
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
  Dannebergische Helden-Beut in den Jetzischen Blum-Feldern beglorwürdiget , Sigmund von Birken 1648 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Sigmund von Birken, Dannebergische Helden=Beüt / in den Jetzischen Blum=Feldern beglorwürdiget, Hamburg 1648. (SUB Göttingen: 8 P GERM II, 8713 RARA, VD 17: 7:686011M)
   Textart Sonstiges
   Sprache Frühneuhochdeutsch
   Entstehungszeit 1648
174 S. A4r Floridan schreibt eine Inschrift auf eine Wurzel bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Lätslich fiele ihm noch ein / was massen dieses Silberwasserlein gleichsam ein stummes Sinnbild wär der Zeit und des hinfälligen Lebens / wölche beyde durch keinerlei Mittel können aufgehalten oder verlängret werden. Solches stumme Sinnbild aber redend zumachen / ergriffe er einen Griffel / und grube in eine dikke Wurtzel / wölche sich unten von dem Stamme in den Bach gestrekket / dieses Beyword:

Unwiederkehrlich.

Weiter abwarts setzete er hinzu:

Also schweben Zeit vnd Leben.

Dieses deutlicher auszuführen / stunde er auff / mehreres in den Baum zu schneiden.

Indem ersahe er auff einem Blat einen Seidenwurm / wölcher / nachdem er nun ausgefüttert / anfienge sich selbst in seine Arbeit zuvergraben / damit vergasse er seines Vorhabens […]
 
 1430 Wurzel bearbeiten
 
   Material Holz
   Kategorie Baum
   926 Inschrift auf Wurzel bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung eingeritzt/eingehauen/eingeschnitten
   Dynamik Sonstiges / nicht feststellbar
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Unwiederkehrlich.
780 S. B3v Floridan sieht ein siebenköpfiges Untier, auf dessen Köpfen die Namen von Lastern stehen bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Lasterheit hiesse das Thier / und waren an den Stirnen ihrer sieben Köpfe vornähmlich geschrieben diese Vntugenden / als Unmässigkeit / Unfreundligkeit / Eigensinn / Zorn / Unzucht / Ubermut / und Gottesvergessenheit. Diese drei letzten Laster Köpfe waren viel abscheulicher / als alle die andern […]
 
 1431 Köpfe eines siebenköpfigen (Un)Tieres bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Körper
   927 Inschriften auf Tierköpfen bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Unmässigkeit
Unfreundligkeit
Eigensinn
Zorn
Unzucht
Ubermut
Gottesvergessenheit
  Das Buch von Troja, Hans Mair Ende des 14. Jahrhunderts bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Mair, Hans: Das Buch von Troja. Kritische Textausgabe und Untersuchung von Hans-Josef Dreckmann, München 1970.
   Textart Roman (Prosa)
   Sprache Frühneuhochdeutsch
   Entstehungszeit Ende des 14. Jahrhunderts
739 S.47, Z. 30 - S.48, Z.10 Mercurius kommt mit den drei Göttinnen zu Paris bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat do kom für mich in dem slauff Mercurius der got und fürt mit im drei göttin, Venus, Pallam und Junonem und sprach zu mir: ich haun die drei göttin für dich braht, es ist under in ain krieg erhabt, und den haun si gelauzzen an dein urtail. die drei göttin saussend in ainer wirtschafft, da ward für si geworffen ain apfel, der waz von köstlichen sachen berait, da waz mit kriechischen bustaben an geschriben, daz diu schönst under in solt den apfel haben. nu maint ir yeglichiu, daz sie sei diu schönst, und daz ir der apfel sull werden. daz sind si gangen hinder dich, welchiu du haist die schönsten, diu sol den apfel haben, so gehaizzt dir ir ieglichiu grozz gaub, wann du daz uss gesprihst.
 
 1344 Apfel bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie
   719 Inschrift auf einem Apfel bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung mit Flüssigkeit aufgetragen/geschrieben/gemalt
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache Griechisch, alt (bis 1453)
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
  Das fließende Licht der Gottheit, Mechthild von Magdeburg 2. Hälfte 13. Jh. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Mechthild von Magdeburg: Das fließende Licht der Gottheit, hg. von Gisela Vollmann-Profe (Bibliothek des Mittelalters 19), Frankfurt am Main 2003.
   Textart
   Sprache Mittelhochdeutsch
   Entstehungszeit 2. Hälfte 13. Jh.
59 S.86, V. 28-34 Die Protagonistin trägt einen Mantel und einen Schapel bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Der mantel was gezieret mit golde und ouch mit einem liede. Das sang alsust: „Ich sturbe gerne von minnen.“ Si sach sich ouch einer edeln juncfrowen glich und troug uf irm houbet ein schapel von golde herlich. Dar an was geleit aber ein liet, das sang alsust: "Sin ougen in min ougen, sin herze in min herze, sin sele in min sele, umbevangen unerdrossen.“ Und ir antlút sach sich selben den engeln glich.
 
 799 Mantel bearbeiten
 
   Material Stoff
   Kategorie Bekleidung
   699 Inschrift auf einem Mantel bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Ich sturbe gerne von minnen
 800 Goldenes Schapel bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Bekleidung
   700 Inschrift auf einem Schapel bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat Sin ougen in min ougen, sin herze in min herze, sin sele in min sele, umbevangen unerdrossen
  Das Minneturnier (Minnerede B427) früheste Überlieferung 15. Jh. bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Das Minneturnier, in: Mittelhochdeutsche Minnereden I, hg. von Kurt Matthaei. Die Heidelberger Handschriften 344, 358, 376 und 393. Mit drei Tafeln. (Deutsche Texte des Mittelalters, Bd. 24) Berlin 1913. Nachdruck Dublin – Zürich 1967, S. 96–113.
   Textart
   Sprache Frühneuhochdeutsch
   Entstehungszeit früheste Überlieferung 15. Jh.
118 V. 189-255 Repräsentation der verschiedenen Formen ritterlichen Tunierkampfes bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat [Ein Zwerg klärt den Sprecher im Traum
über die Bedeutung der Inschrift auf]

den ersten schilt hat Venus
fur myn thor gehangen sus:
wer pflegen wol gerechter mynn,
das er der sueßen konigynn
gehorsam sy und irm gebott.
der ander schilt zeygt an die rott
die hie myn frauw versammelt hat.
‘frauw Aventür’ geschriben stat
hoch an des schiltes ortt,
dar nach von wort zu wortt
was ir brieffeleye sy,
dem nach auch dar by,
wie sie thut fried gebietten.
wer sich will arbeyt nyetten
nach ritterlichem pryß,
der hütt vnd sy des wyß
das er kein unzucht bruch;
er nympt vil boesern struch
denn ye gedett her Key.
min frauw will das der mey,
den Gott so hatt gebluembtt,
von ir werd auch geruembtt
uff aller cristen ter,
syt uß den landen fer
wirt vil versammelung hie.
ir gnad furwar ist die
die menger wunder wyltt.
die dritten meng der schyltt
des baums gehengt on zal,
da fint ein yeder wal
was er gern aventurtt.
ist er zum ernst gestürtt
und klopfft an schilt den hohsten,
so kom ich und vertrosten
eins kempff genossen sin.
wes meynung dan er schin
zu rennen mit den spiessen,
der mag on myn verdriessen
klopffen an schilt den andern,
er darff nit wytter wandern,
er flysß sich und sy klug;
ich send im zu sin fug.
also getts fur und fur.
was yder wel und kur,
so er ein schilt an klopfft,
so komm ich zwerg gehopfft
und schick im zu sin man,
der ritterlichen kan
des wercks des er begertt.
und wen dan sich verrertt
der schild beduttung ‘hurttir!’,
so vacht dan an ein thurnnyr
und gesellen stechen darnach.
wem sy zu dencken gach,
der arbeytt und sy vest.
by diesem ettlich gest
mogen schiessen, beyssen, jagen;
wer dan sin sund will klagen,
der fint auch Gotts gezirde.
gantz aller lust begirde
wirtt lutzel hie vergessen.
gesel, wir sind gesessen
ob diesem ding zu lang.
woluff mit myr, und gang
zu hochgebornen kinden,
da machtu furbas finden
das wesen das hie ist. "
 
 630 Schilde mit Inschriften bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Waffe
   662 Inschrift auf Schilden bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung Sonstiges / nicht feststellbar
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
  Das Narrenschiff, Sebastian Brant 1494 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Brant, Sebastian: Das Narrenschiff. Studienausgabe. Mit 114 Holzschnitten des Drucks Basel 1494. Hg. von Joachim Knape. Stuttgart 2005 (=RUB 18333).
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Frühneuhochdeutsch
   Entstehungszeit 1494
111 S. 370, V. 65-79 Satirische Imagination einer pergamentenen Urkunde eines Doktors bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Des glich / will mancher doctor syn
Der nye gesach Sext / Clementin
Decret / Digest / ald jnstitut /
Dann das er hat eyn pyrment hut
Do stat sin recht geschriben an
Der selb brieff wißt / als das er kann
Vnd das er guott sy vff der pfiff
Dar vmb so stot hye doctor Gryff
Der ist eyn gelert / vnd witzig man
Er grifft eym yeden die oren an
Vnd kann me dann manch doctor kan
Der ist doch jn vil schuolen gstanden
Jm nohen / vnd jn ferren landen
Do doch die goeuch nye kamen hyn
Die mit gwalt went doctores syn
 
 735 Pergament bearbeiten
 
   Material Pergament
   Kategorie
   535 Inschrift auf pergamentenem Hut bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung mit Flüssigkeit aufgetragen/geschrieben/gemalt
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [nicht wörtlich angegeben]
  Das Rolandslied, Der Pfaffe Konrad um 1170 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Der Pfaffe Konrad: Das Rolandslied, hg., übers. und komm. von Dieter Kartschoke, Stuttgart 2007.
   Textart Roman (Versroman)
   Sprache Mittelhochdeutsch
   Entstehungszeit um 1170
2 V 3291-3300 Beschreibung von Rolands Helm bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat der helm hiez Venerant,
den der helt ûf bant,
mit golde beworchten,
den die haiden harte vorchten.
mit guldînen buochstaben
was an der lîsten ergraben:
‘elliu werlt wâfen,
die müezen mich maget lâzen.
wilt du mich gewinnen,
du füerest scaden hinnen.‘
 
 567 Helm mit Namen Venerant bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Bekleidung
   387 Inschrift auf Helm bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Gold
   Anbringung gemeißelt/eingegraben/eingraviert
   Dynamik statisch
   Textreferenz Zitat
   Sprache
   Zitat ‘elliu werlt wâfen,
die müezen mich maget lâzen.
wilt du mich gewinnen,
du füerest scaden hinnen‘
  Das Rollwagenbüchlein, Georg Wickram 1555 bearbeiten
 
   Textreferenz Edition Wickram, Georg: Das Rollwagenbüchlein (Sämtliche Werke VII). Berlin 1973.
   Textart Roman (Prosa)
   Sprache Frühneuhochdeutsch
   Entstehungszeit 1555
131 S. 126, Z. 12-18. Ein Geselle weist den Weg bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Der gůt gesell was gantz willig / sagt im / wann er stracks fürsich gieng die lange gassen hinauff / wurd er einen gemalten schilt vor der Herberg hangen sehen / da selbst solt er einkeren / dann er fund gůt Herberg. Als er aber die gassen auffgieng / sicht er vor einem Scherhauß ein gemalten schilt hangen. Er meinet es wer des Wirts hauß von dem im gesagt was / zoch hinein.
 
 675 Schild an einem Hauseingang bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie Tafel
   633 Herbergsschild bzw. Scherhausschild bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung mit Flüssigkeit aufgetragen/geschrieben/gemalt
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]
130 S. 80, Z. 27ff. Namen von Heiligen im Kalender bearbeiten
 
 
   Quellen
   Zitat Darauff sagt der Lantzknecht: „Lieber Baur die sach wirt sich meiner rechnung nach anderst befinden. Als wir den kauff mit einandern gemacht / hab ich dich gfragt / ob S. Niemar auch ein Heilg sey / hast du in für einen Heiligen bekennet und gesagt er stand auch im jar Kalender / nun hab ich allenthalben im Kalender gesůcht / find ich keinen S. Niemar darinnen: Es ist aber vor acht tagen Allerheiligen tag gewesen. Dieweil nun S. Niemar auch ein Heilig ist / laß ich mich nit irren / das er nit im Kalender stadt: dann es sind vil Heilgen so man im Niderland / in Italien und an andern orten für Heiligen gehalten werden so wir in unseren Kalendren nit haben.“
 
 676 Kalender bearbeiten
 
   Material Sonstiges / nicht feststellbar
   Kategorie
   632 Jahreskalender mit Heiligen bearbeiten
 
 
   Material des Geschr. Sonstiges / nicht feststellbar
   Anbringung mit Flüssigkeit aufgetragen/geschrieben/gemalt
   Dynamik statisch
   Textreferenz Erwähnung
   Sprache
   Zitat [Nicht wörtlich angegeben]